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Kultur

Hetjens-Museum

Zum 100. Todestag von Erik Satie: "Akustische Fliesen - eine Videoinstallation"

Eine Hommage an den einflussreichen französischen Musiker der Avantgarde von Frederike Möller und Michalis Nicolaides


Erstellt:
Redaktion: Wotschke, Annemarie

Anlässlich des 100. Todestags des französischen Komponisten und Pianisten präsentiert das Hetjens - Deutsches Keramikmuseum, Schulstraße 4, ab dem 4. Dezember eine Ausstellung mit dem Titel  "Akustische Fliesen - eine  Videoinstallation". Erstellt wurden sie vom Künstlerduo Frederike Möller (Musik) und Michalis Nicolaides (Video) als eine besondere Hommage an den visionären Künstler Erik Satie (1866-1925).

Die Vernissage der bis zum 17. Dezember laufenden Ausstellung findet am Mittwoch, 3. Dezember, um 18.30 Uhr im Hetjens statt. Der Zutritt zur Veranstaltung ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung an der Museumskasse, Telefon 0211-8994210, wird jedoch gebeten.

Ausgangspunkt des Projekts ist Saties in den 1920er-Jahren entstandene "Musique d’ameublement", eine Serie kurzer, sich beständig wiederholender Klangstücke. Das erste Werk dieser Reihe nannte Satie programmatisch "Carrelage phonique" (Akustische Fliese). Das Duo greift diesen Gedanken auf und überträgt ihn in eine audiovisuelle Raumkomposition. Dafür wurden Saties Stücke im Vorfeld video- und tontechnisch mit einzelnen Musikerinnen und Musikern aufgenommen, wobei separate Videoportraits entstanden sind, die, im Raum verteilt, wirkungsvoll zusammenklingen.

Videoinstallaton trifft auf expressionistische Porzellan-Großtiere
Den szenischen Rahmen der Videoinstallation im Hetjens bilden die expressionistischen Porzellan-Großtiere der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur, die ursprünglich 1921 für das Leipziger Porzellan-Palais geschaffen wurden. Die monumentalen Figuren waren bereits bei ihrer Premiere eine Sensation: Seit den lebensgroßen Tieren der Meissener Porzellan-Menagerie Augusts des Starken (1670 - 1733) hatte sich kein Künstler mehr an Porzellanplastiken dieses Formats gewagt.

Die Bildhauer Hugo Meisel und Artur Storch fertigten für das ehemalige Königliche Palais anlässlich der Frühjahrsmesse 1921 insgesamt sechzehn expressiv bewegte, teils groteske Großtiere, deren sparsame Staffierung die dramatischen Oberflächen besonders hervorhebt. Zwölf der charakterstarken Figuren formen die atmosphärische Kulisse der Installation und verbinden Saties experimentelle Kompositionen mit expressionistischer Porzellanplastik der 1920er-Jahre.

Die Ausstellung wird gefördert vom Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und von der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf.

Hintergrund
Die Musikerin Frederike Möller ist Intendantin des Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals, Gründerin des Düsseldorfer ToyPiano Festivals und Preisträgerin des Musikförderpreis der Landeshauptstadt.

Michalis Nicolaides beschäftigt sich in seinem künstlerischen Schaffen immer wieder experimentell mit dem Thema Räumlichkeit. Dabei arbeitet er in den Bereichen Installation, Video und Performance.

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