Traditioneller Neujahrsempfang für das Konsularische Korps erstmals virtuell
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45 internationale Vertreter*innen des Konsularischen Korps nahmen am Donnerstag, 28. Januar, am traditionellen Neujahrsempfang der Landeshauptstadt Düsseldorf teil. Coronabedingt empfing Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller die konsularischen Repräsentant*innen erstmals virtuell in einer Videokonferenz. Angeführt wurde das Konsularische Korps von Doyen Jakub Jan Wawrzyniak, dem Generalkonsul der Republik Polen. Vize-Doyen ist Claus Gielisch, Honorarkonsul des Haschemitischen Königreichs Jordanien.
Um den virtuellen Neujahrsempfang angebracht zu begehen, wurde jedem Teilnehmenden vorab ein kleines Genusspaket zugeschickt. Durch den Wechsel in Stadtrat und Stadtspitze nach den Kommunalwahlen nahmen neben den Konsul*innen erstmals auch der neugewählte Bürgermeister Josef Hinkel und die neugewählte Bürgermeisterin Clara Gerlach am 22. Neujahrsempfang teil.
"Der Austausch mit dem Konsularischen Korps fördert die Zusammenarbeit der Stadt Düsseldorf auf internationaler Ebene", sagte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller. "Wir stehen noch immer vor der globalen Aufgabe, die weltweite Corona-Pandemie zu überwinden. Nur im internationalen Miteinander kann die Bewältigung der Krise gelingen."
Von 81 konsularischen Vertretungen in ganz Nordrhein-Westfalen haben allein 42 ihren Sitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf, darunter 19 Generalkonsulate und 23 Honorarkonsulate. Durch einige Amtswechsel in den Reihen des Konsularischen Korps war es für acht Repräsentanten der erste Düsseldorfer Neujahrsempfang.
2020 im Zeichen der Bewältigung der Corona-Pandemie
Das Jahr 2020 war geprägt von Herausforderungen und Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. So konnten beispielsweise Antrittsbesuche neuer Mitglieder des Konsularischen Korps nur virtuell stattfinden, genauso wie die Darstellung des Düsseldorfer Impfzentrums, das im Dezember 2020 gemeinsam mit Mitgliedern des Konsularischen Korps virtuell in Augenschein genommen wurde. Trotz dieser Einschränkungen blieben die Partnerstädte der Stadt Düsseldorf stetig in Kontakt und tauschen sich auch weiterhin auf Fach- und Führungsebene aus. Mit Toulouse konnte im Januar dieses Jahres ein neuer und erweiterter Kooperationsvertrag virtuell unterzeichnet werden.
Die Landeshauptstadt hat in der Corona-Krise auch den zahlreichen internationalen Firmen und Beschäftigten am Standort Düsseldorf umgehend geholfen. "Internationale Unterstützungsangebote sind für uns selbstverständlich", betont OB Dr. Keller. "Die Beratungsangebote der städtischen Wirtschaftsförderung beispielsweise waren für internationale Gemeinden in den letzten Monaten eine wichtige Hilfe." Die Hotline für Unternehmen besteht auch weiterhin.
Ausblick für 2021
Im Jahr 2021 können gleich mehrere Jubiläen begangen werden. Das Land Nordrhein-Westfalen und das Vereinigte Königreich feiern beispielsweise 75 Jahre freundschaftliche Beziehungen. Anlässlich dieses Jubiläums sind zahlreiche Online- und Präsenzprojekte unter der Dachkampagne "75 years #Freundship" geplant. An dieser Kampagne nimmt die Landeshauptstadt Düsseldorf unter anderem mit dem Jugendtheaterprojekt "All of Europe's a stage" teil, das Schüler*innen aus Düsseldorf und der britischen Partnerstadt Reading zusammenbringt.
Die Städtepartnerschaft zwischen Düsseldorf und Palermo besteht in diesem Jahr bereits seit fünf Jahren. Anlässlich dieses Jubiläums sind Feierlichkeiten geplant, deren genaue Ausrichtung von den pandemischen Entwicklungen abhängt.
Auch zahlreiche Projekte mit internationalem Bezug werden in 2021 durchgeführt. Anfang Mai 2021 soll die mehrtägige Veranstaltung "Europe in the City" unter Einbeziehung von städtischen und externen Institutionen, europaaktiver Zivilgesellschaft, interkulturellen Vereinen und konsularischen Vertretungen von EU-Mitgliedsstaaten durchgeführt werden. Damit sollen der Mehrwert der europäischen Idee – Vielfalt, Solidarität und das gesellschaftliche Zusammengehörigkeitsgefühl – und die Rolle der EU für die Düsseldorfer*innen aufgezeigt werden.
Die Messe Düsseldorf plant zudem, das Deutsche Haus bei den Olympischen Spielen und den Paralympics in Tokyo zu betreiben. Darüber hinaus sollen die 2020 ausgefallenen Maccabi-Games in Düsseldorf, sofern die Pandemie dies zulässt, nachgeholt werden.