Widerstand gegen OSD-Mitarbeiter: 2.700 Euro Geldstrafe
| Ordnung
Wegen Widerstand gegen Mitarbeiter des Ordnungs- und Servicedienstes der Landeshauptstadt (OSD), Nötigung und Beleidigung hat das Amtsgericht jetzt einen Mann (66) aus Meerbusch zu einer Geldstrafe von 2.700 Euro verurteilt. Noch während der Verhandlung bei Gericht fuhr der Meerbuscher fort, die OSD-Außendienstkräfte zu beleidigen, weswegen das Gericht zusätzliche Ordnungsgelder von insgesamt 900 Euro verhängte. Die Staatsanwaltschaft hatte für die Vergehen des 66-Jährigen fünf Monate Haft auf Bewährung gefordert. Doch die Amtsrichterin hielt die Geldstrafe in diesem Fall für die wirkungsvollere Strafe.
Aufmerksam geworden waren die OSD-Mitarbeiter auf den Meerbuscher am 26. März 2019. Kurz nach 13.30 Uhr stellte er sein Auto an der Charlottenstraße, Ecke Friedrich-Ebert-Straße in Fahrtrichtung Immermannstraße mit leuchtender Warnblinkanlage im Fünf-Meter-Raum einer Kreuzung ab, um in ein benachbartes Lokal zu gehen. Darauf stellten die OSD-Mitarbeiter eine kostenpflichtige Verwarnung wegen Falschparkens aus. Der Mann kam zurück und reagierte, als er über sein Verhalten belehrt wurde, sofort unflätig und beleidigte die OSD-Mitarbeiter. Er verweigerte die Feststellung seiner Personalien, stieg ins Auto, legte den Rückwärtsgang ein und versuchte der Kontrolle zu entkommen. Dabei achtete er nicht auf Passanten, die hinter seinem Fahrzeug standen und sich nur durch einen Warnruf eines OSD-Mitarbeiters rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Im Vorwärtsgang streifte der Meerbuscher den OSD-Mitarbeiter mit seinem Fahrzeug. Ein aufmerksamer Paketbote, der die Situation beobachtet hatte, stoppte die Weiterfahrt des renitenten Mannes, indem er seinen Transporter vor dem Wagen querstellte. Auch der Paketbote wurde daraufhin von dem Mann massiv beleidigt. Schließlich wurde der Meerbuscher, der erneut zu entkommen versuchte, fixiert, um Tätlichkeiten gegen die OSD-Mitarbeiter und einen weiteren Fluchtversuch zu unterbinden. Letztlich wurde der Mann aus Meerbusch der hinzugerufenen Polizei übergeben. Die OSD-Mitarbeiter stellten noch vor Ort Strafanträge wegen Beleidigung, Nötigung und Widerstand gegen ihn.