Fortschreibung der Sozialräumlichen Gliederung 2017

| Verwaltung Soziales

Stellten die aktualisierte Sozialräumliche Gliederung gemeinsam vor: (v.r.) Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Norbert Jelonnek-Krah vom Amt für Statistik und Wahlen, sowie Jugendamtsleiter Johannes Horn

Das Amt für Statistik und Wahlen hat in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt die Sozialräumliche Gliederung der Landeshauptstadt Düsseldorf fortgeschrieben. Diese unterteilt das Stadtgebiet in 179 kleinere Raumeinheiten, die das unmittelbare Wohnumfeld abbilden.

Das Amt für Statistik und Wahlen hat in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt die Sozialräumliche Gliederung der Landeshauptstadt Düsseldorf fortgeschrieben. Diese unterteilt das Stadtgebiet in 179 kleinere Raumeinheiten, deren Zuschnitt sowohl von soziodemographischen, als auch von siedlungsstrukturellen Merkmalen abhängt. Somit bilden die Sozialräume stärker das unmittelbare Wohnumfeld ab, als dies bei den 50 Stadtteilen der Fall ist.

Aufgrund von kleinräumigen Veränderungen der Bebauungsstrukturen ist es notwendig, in regelmäßigen Abständen eine Aktualisierung der sozialräumlichen Einteilung vorzunehmen. Nach den ersten drei Fortschreibungen in den Jahren 2001, 2005 und 2011 liegt nun die vierte Aktualisierung vor. Die im Rahmen der Fortschreibung 2017 erfolgte Anpassung der Sozialraumgrenzen führte dazu, dass sich die Zahl von 166 auf 179 Sozialräume erhöht hat. Die Statistiker begründeten dies damit, dass insbesondere größere Neubaugebiete sowie Änderungen der Bevölkerungsstruktur im Bestand die Anpassungen notwendig machten. Im Ergebnis wird so ein schärferer Unterscheidungsgrad zwischen den Gebieten erreicht.

Darüber hinaus wurden neue Datenquellen erschlossen und so weitere statistische Informationen zur Wohnbevölkerung in den Sozialräumen zusammengetragen. Auch wurde die Sozialraumtypologie, welche die Gebiete hinsichtlich des sozialen Handlungsbedarfs in fünf Typen einteilt, neu berechnet.

"Die sozialräumliche Gliederung entwickelte sich aufgrund ihrer plausiblen Struktur und vielfältiger Analysemöglichkeiten immer mehr zu einer zentralen Planungsgrundlage. Das gilt vor allen Dingen, aber nicht nur, für die Jugendhilfe in Düsseldorf, denn die Gliederung ermöglicht es, Sozialräume in nahezu allen Bereichen als Planungsgröße zu nutzen und sie für fachliche und politische Diskussionen und Konzeptentwürfe heranzuziehen", so Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Der Bericht steht darüber hinaus Vertretern von Wohlfahrtsverbänden, Politik und Wirtschaft, sowie allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich für kleinräumige Strukturen in Düsseldorf interessieren, zur Verfügung. Der Bericht befindet sich derzeit noch im Druck und liegt nur als PDF-Datei vor. Die gesamte Fortschreibung der Sozialräumliche Gliederung wird demnächst auf den Seiten des Amtes für Statistik und Wahlen unter www.duesseldorf.de/statistik-und-wahlen/statistik-und-stadtforschung/analysen/sozialraeumliche-gliederung.html abrufbar sein.