Forum Seelische Gesundheit

| Amt 53 Event

Symbolbild © iStock/PeopleImages

Das Forum Seelische Gesundheit - Eine Veranstaltungsreihe der Sucht- und Psychiatriekoordination in Kooperation mit der Volkshochschule Düsseldorf

Vor dem Hintergrund der Zunahme psychischer Erkrankungen veranstaltet die Sucht- und Psychiatriekoordination des Gesundheitsamtes mit der Volkshochschule das Forum Seelische Gesundheit. Es soll interessierte Bürgerinnen und Bürger in regelmäßigen Abständen rund um die Themenfelder psychische Erkrankungen und Suchterkrankungen informieren und Raum für Austausch und Gespräche bieten. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsort:

Zentralbibliothek am KAP1 - Stadtfenster
Konrad-Adenauer-Platz 1
40210 Düsseldorf

Verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung der Abende sind die Mitglieder des Düsseldorfer Versorgungsnetzwerks.
Koordiniert wird die Veranstaltungsreihe von Sucht- und Psychiatriekoordination des Gesundheitsamtes.
Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.


Veranstaltungen

Schizophrenie verstehen – Einblicke in eine oft missverstandene Erkrankung

Mi., 4. Februar 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Erkrankungen aus der Gruppe der Schizophrenien gehören zu den schwerwiegenden psychischen Störungen – und sind zugleich von Vorurteilen und Unwissen geprägt. Der Vortrag gibt einen verständlichen Überblick über Symptome, Ursachen, Verlaufsformen und Behandlungsmöglichkeiten. Ein besonderer Fokus liegt auf den sozialkognitiven Defiziten und den daraus resultierenden Störungen der sozialen Interaktion, die das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen können.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, Ängste abzubauen, Wissen zu vermitteln und das Verständnis für Betroffene und ihre Lebensrealität zu fördern.

Dr. med. Daniel Kamp
LVR-Klinikum Düsseldorf
Abteilung für Allgemeine Psychiatrie 2


Essstörungen bei Frauen –  Weit verbreitet und doch oft unerkannt

Mittwoch, 4. März 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Die Referentinnen von BerTha F. e. V. informieren über Symptomatik, Risikofaktoren und aufrechterhaltende Mechanismen bei Essstörungen, ergänzt um Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige. Sie geben Einblicke in die Inhalte der Beratung und Therapie und stellen professionelle Hilfsangebote vor.

BerTha F. e. V. ist eine Beratungsstelle für Frauen und Mädchen. Der Fokus dieser Veranstaltung liegt auf Essstörungen beim weiblichen Geschlecht.

Vanessa Buchholz, Thea Herrmann
BerTha F. e. V.
Frauensuchtberatung und Fachstelle Essstörungen


Borderline-Störung – Aktuelle Sichtweisen und Therapiekonzepte

Mittwoch, 15. April 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Das Borderline-Syndrom ist eine Persönlichkeitsstörung, die vor allem durch extreme Stimmungsschwankungen und stark belastete zwischenmenschliche Beziehungen gekennzeichnet ist. Betroffene sind sehr impulsiv und können ihr Verhalten nur schwer kontrollieren. Häufig wird die Erkrankung stigmatisiert und missverstanden.
Diese Veranstaltung möchte die aktuellen Konzepte des Störungsbildes näherbringen und therapeutische Ansätze vorstellen.

Dr. med. Christian Theisen
LVR-Klinikum Düsseldorf,
Abteilung für Allgemeine Psychiatrie 1


Psychoonkologische Hilfen bei Krebs – Unterstützungsangebote für Betroffene und deren Angehörige

Mittwoch, 6. Mai 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Krebs ist eine der häufigsten Erkrankungen im Erwachsenenalter und geht für die Betroffenen und deren Angehörige mit zahlreichen psychosozialen Folgen einher. In den verschiedenen Krankheitsphasen können Ängste und Belastungen auftreten, die zu zwischenmenschlichen Problemen und zum Schwund der Lebensqualität führen können.
Diese Veranstaltung stellt Unterstützungsangebote in der Region Düsseldorf vor, beispielsweise Psychoonkologen und Selbsthilfegruppen.

Dr. med. André Karger
Universitätsklinikum Düsseldorf
Klinisches Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie


Drogentrends und ihre Gesundheitsrisiken – Leicht zu beschaffen und alles andere als harmlos

Mittwoch, 3. Juni 2026, 17.30 bis 19 Uhr


"Baller-Liquids", "HHC" oder "Pink Cocaine" – der Markt für psychoaktive Substanzen ist riesig und in stetigem Wandel. Aktuell gewinnen Rauschmittel wie Lachgas, das synthetische Narkosemittel Ketamin oder opiathaltige Medikamente wie Oxycodon an Beliebtheit. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an synthetischen Cannabinoiden, die entweder über Online-Shops oder oft fälschlicherweise und vermeintlich harmlos als "CBD-Liquids" am Kiosk verkauft werden und große Gesundheitsrisiken bergen.
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über Substanzen, ihre Wirkungsweisen sowie Risiken und informiert über Hilfs- und Beratungsangebote.

Kristina Bauer
CROSSPOINT – Die Düsseldorfer Suchtprävention


Realitätscheck des Bundesteilhabegesetzes – Welche Verbesserungen konnten bisher erreicht werden?

Mittwoch, 1. Juli 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) trat 2023 mit dem Ziel in Kraft, die Lebenssituation der Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Mit dem BTHG sollten mehr Möglichkeiten der Teilhabe und mehr Selbstbestimmung geschaffen werden. Menschen mit Behinderungen, die Eingliederungshilfe beziehen, sollten mehr von ihrem Einkommen und Vermögen behalten können.
In dieser Veranstaltung blicken Psychiatrieerfahrene und Angehörige im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf die ersten Ergebnisse des noch recht jungen Gesetzes.

Annette Methfessel, Ruth Reuber, Urszula Rubis, Henning Rannoch, Psychiatrieerfahrene, Angehörige
Graf Recke Stiftung


Wenn Psyche unter die Haut geht – Hautärztlicher Blick auf psychische Erkrankungen

Mittwoch, 2. September 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis oder Akne können die Lebensqualität stark einschränken und mit Depressionen, Ängsten, Stigmatisierung oder sozialem Rückzug einhergehen. Zudem kann die Haut zum Schauplatz primär psychischer Erkrankungen wie der Skin-Picking-Störung oder der körperdysmorphen Störung werden. Letztere bedeutet eine unzulängliche Wahrnehmung des eigenen Körpers und wird oft durch unrealistische Schönheitsideale in sozialen Netzwerken befördert.
Der Vortrag beschreibt die engen Wechselwirkungen von Haut und Psyche und zeigt ganzheitliche Versorgungsmöglichkeiten auf.

Dr. med. Sandra Hanneken
Praxis Empoderm


Spiel ohne Grenzen? – Die unterschätzte Gefahr des Glücksspiels

Mi., 7. Oktober 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Glücksspiel ist leicht zugänglich – ob in Spielhallen, Online-Casinos oder über Sportwetten und Apps. Was mit Nervenkitzel und der Hoffnung auf den schnellen Gewinn beginnt, kann schnell in eine Abwärtsspirale führen. Was ist unter Glücksspiel zu verstehen? Was macht Glücksspiel so reizvoll und zugleich so gefährlich? Und warum fällt es Betroffenen so schwer auszusteigen?
Dieser Vortrag erläutert anschaulich, wie Glücksspiel zu einer ernsthaften seelischen Erkrankung werden kann.

Sarah Engsberg
CROSSPOINT – Die Düsseldorfer Suchtprävention


Cannabislegalisierung auf dem Prüfstand – Wahrnehmung und Erfahrung junger Konsumierender

Mittwoch, 4. November 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Im April 2024 trat das Konsumcannabisgesetz (KCanG) in Kraft. Welche Auswirkungen das KCanG auf den Kinder- und Jugendschutz, den allgemeinen Gesundheitsschutz sowie die cannabisbezogene Kriminalität hat, untersucht das Forschungsprojekts EKOCAN.
Anhand erster Ergebnisse daraus beleuchtet der Vortrag, wie junge Konsumierende im Alter von 14 bis 24 Jahren die Teillegalisierung erleben und welche Chancen, Risiken und offene Fragen sich für Prävention, Suchthilfe und Gesundheitsschutz ergeben.

Paula Steinhoff
Universitätsklinikum Düsseldorf
Centre for Health and Society


Traumata, Krisen und Verluste – Wege im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen

Mittwoch, 2. Dezember 2026, 17.30 bis 19 Uhr


Eine Naturkatastrophe, Gewalterfahrung, Kriege oder lebensbedrohliche Erkrankungen können Traumata (= seelische Verletzungen) hervorrufen oder Menschen in Krisen stürzen. Doch es zeigt sich, dass Menschen auch mit schweren Belastungen fertig werden und wieder im Alltag ankommen können. Manchmal verläuft das Leben dann in anderen Bahnen. Krisen zu überwinden bedeutet auch, Entwicklungsprozesse zu ermöglichen.
Der Vortrag verdeutlicht, wie das seelische Immunsystem lernt, mit Belastendem umzugehen und wieder Kraft zur Bewältigung des Alltags schöpft.

Gisela Zurek
Gesundheitsamtes Düsseldorf
Ambulanz für Gewaltopfer