Geringere Restmüllmengen lassen Abfallgebühren sinken

Den Gebührenbescheiden für Abfallentsorgung und Straßenreinigung liegen Informationen zur Abfallvermeidung bei

Ab Freitag, 10. Januar, werden die Gebührenbescheide für Abfallentsorgung und Straßenreinigung für das Jahr 2014 an alle Eigentümer von Grundstücken in Düsseldorf verschickt. Während die Gebühren für die Straßenreinigung gegenüber dem Vorjahr unverändert bleiben, sinken die Abfallgebühren im Durchschnitt um etwa ein Prozent. Grund dafür ist, dass die allgemeine Kostensteigerung durch deutlich zurückgegangene Restmüllmengen mehr als aufgefangen werden konnte. Großen Anteil am Rückgang der Restmüllmengen haben die Abfallvermeidung und vor allem die gewissenhafte Getrenntsammlung von verwertbaren Abfällen wie Papier und Glas.

"Abfallvermeidung und Abfalltrennung sind Erfolgsmodelle" erklärt Umweltdezernentin Helga Stulgies. "Trotz wachsender Bevölkerung ist die Menge an Restmüll aus privaten Haushalten in Düsseldorf zwar langsam, aber kontinuierlich von 139.978 Tonnen im Jahr 2003 auf 123.583 Tonnen im Jahr 2012 gesunken. Und es gibt große Potenziale die positive Entwicklung fortzusetzen: Eine Restmüllanalyse hat gezeigt, dass immer noch drei Viertel des Abfalls, der in der Restmülltonne landet, verwertet werden könnte."

Um den Trend zu weniger Abfall zu unterstützen, legt die Stadt den Gebührenbescheiden in diesem Jahr Informationsblätter zu Abfallvermeidung und Abfalltrennung bei. Darin finden sich auch Hinweise für eine sinnvolle Weiterverwendung von Möbeln, Elektrogeräten, Kleidung, Werk- und Spielzeugen oder sonstigem Hausrat. Ob als Spende an karitative Organisationen, Angebot auf einem der Düsseldorfer Flohmärkte, über Altkleidercontainer oder eine Anzeige in Zeitschriften und Internet - der Weg auf den Müll lässt sich so für viele ausrangierte, oft nur unmodern gewordene Güter verhindern. Auch für gebrauchte Baumaterialien finden sich Abnehmer. Reparaturinitiativen bringen sogar defekte Geräte wieder in Gang.

Ergänzt werden diese Informationen um Hinweise auf der Internetseite der Landeshauptstadt "Zu schade für den Müll". Unter der Adresse www.duesseldorf.de/umweltamt/abfall/zuschademuell.shtml finden sich dutzende von Adressen von Organisationen und Initiativen, die alten "Schätzen" neues Leben einhauchen.

Für Fragen zur Vermeidung von Abfällen und zu den Möglichkeiten der Wiederverwendung stehen ganzjährig Mitarbeiter am städtischen Servicetelefon zur Verfügung unter Ruf 89-25050. Auch am Umwelttelefon unter der Rufnummer 49 49 49 gibt es Auskünfte und Tipps rund um die Vermeidung und Wiederverwertung von Abfällen.