Das dreigeschossige Gebäude auf der Südseite des Platzes ist heute Teil des Rathauskomplexes. Als Kunstgewerbeschule wurde es im Jahre 1883 nach Plänen des Stadtbaumeisters Eberhard Westhofen errichtet. Nach Kriegsbeschädigung erhielt das Haus eine andere Dachform. Ursprünglich hatte es ein Mansarddach mit Einzelgaupen. Das Erdgeschoss und die Gliederungselemente bestehen aus Naturstein. Die Obergeschosse sind mit gelblichem Klinker verblendet. Risalite gliedern den Baukörper an der linken Achse zum Burgplatz, an den drei Eckachsen und an der fünften Achse von rechts an der Rheinuferstraße. Die Erdgeschossfenster und die Fenster der Risalite sind rundbogig ausgebildet, alle anderen Fenster sind stichbogig gestaltet. Die Erdgeschossquaderung ist bossiert. Kräftige Gesimse gliedern das Gebäude. Die Brüstungen der von Pilastern eingefassten Fenster der Risalite zeigen Baluster. Eingänge ins Gebäude finden sich in der linken Schmalseite und in der Rückseite. Diese Seite ist backsteinsichtig mit einem modernen Anstrich ausgeführt. Im Inneren ist das mit Säulen gestaltete Treppenhaus zu erwähnen.
Die Formen der Neurenaissance stehen im Einklang mit dem humanistischen Bildungsideal jener Zeit und treten an zahlreichen Schulbauten auf. Das Gebäude ist Zeugnis für die Kunststadt Düsseldorf, in dem hier Bemühungen gefördert wurden, auch im handwerklichen Bereich, den künstlerischen Aspekt der Arbeit in den Vordergrund zu stellen.
Das Gebäude beherbergt seit 2005 auch die Akademie-Galerie der Kunstakademie, als Forum für die Werke der Professoren und bekannter Schüler der Akademie.
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