Die Schule wurde in zwei Bauabschnitten in den Jahren 1904-1907 und 1911-1913 nach Plänen von Johannes Radke errichtet. Die damals protestantische Mädchenschule wurde 1837 gegründet und stand unter dem Protektorat der Prinzessin Luise von Anhalt-Bernburg und Preußen, wonach sie benannt wurde. An der Stelle des Direktorenwohnhauses an der Kasernenstraße wurde zwischen den Altbauten ein moderner Bau nach dem Zweiten Weltkrieg eingefügt. Der viergeschossige Baukörper mit bossiertem Erdgeschoss wird durch mächtige, geschweifte Giebel akzentuiert, die Risalite unterschiedlicher Breite abschließen. An Giebeln und Pilastern treten Jugendstilornamente auf. Der niedrigere Bauteil zur Bastionstraße wird durch eine Balustrade bekrönt. Darüber erhebt sich ein ziegelgedecktes Mansarddach. Durch Kriegseinwirkung gingen das Dach und die Giebel zur Kasernenstraße z.T. verloren. Der zweite, ebenfalls viergeschossige Bauabschnitt ist in neun Achsen gegliedert und hat ein Mittelportal. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss zeigen Fugenschnitt, die folgenden Etagen werden durch Lisenen zusammengefasst. Die äußeren Fenster am zweiten Obergeschoss sind übergiebelt; hier befinden sich kleine Balkone. Im Inneren ist die restaurierte Aula mit reichem Dekor im ersten Bauabschnitt hervorzuheben.
Luisengymnasium