Eyes on Japan: 19. Japanische Filmtage Düsseldorf
| News Sammlung - Amt 41-214
Herzlich Willkommen zu den 19. Japanischen Filmtagen!
Bei der diesjährigen Ausgabe der Japanischen Filmtage liegt ein besonderes Augenmerk auf der japanischen Esskultur und dem Norden des Landes. Das Thema Essen wird in seiner gesamten Bandbreite von der Ernte bzw. Produktion der Lebensmittel bis hin zum Verzehr abgedeckt. Dabei finden die Charaktere zu sich selbst, wie in DAS ZEN-TAGEBUCH, oder zueinander, wie in TAKANO TOFU. Den Norden des Landes erkunden unsere Filme auf romantische Weise, wie in LITTLE NIGHTS, LITTLE LOVE, oder in tiefer Naturverbundenheit, wie in AINU MOSIR. Wie jedes Jahr bieten wir zu einigen unserer Filme zudem ein Rahmenprogramm an, das Kochdemonstrationen, Filmvorträge sowie Musikaufführungen umfasst. Die Japanischen Filmtage Düsseldorf – EYES ON JAPAN – sind eine Veranstaltungsreihe ohne Eintritt, die seit 2007 vom Filmmuseum Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Japanischen Generalkonsulat Düsseldorf und dem Japanischen Kulturinstitut Köln organisiert wird. Filmfreund*innen und Japanfans erhalten dabei eine vielfältige und abwechslungsreiche Auswahl an Filmen. Sofern nicht anders angegeben, werden alle Filme im japanischen Original mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Eintritt frei! Es ist keine Kartenreservierung möglich. Karten (max. zwei pro Person) können am Veranstaltungstag jeweils ab 11 Uhr an der Kinokasse abgeholt werden.
Mit freundlicher Unterstützung durch Mitsubishi Electric Europe B.V. German Branch, Mitsui Chemicals Europe, Nippon Express, ThreeBond, Nippon Gases Deutschland, Nittoseiko Analytech Europe, Anime House und Crunchyroll, LLC.
Das Programm
FR 9.1. 18.30 Uhr
ERÖFFNUNGSVERANSTALTUNG
Wir begrüßen Sie zu Eröffnung der 19. Japanischen Filmtage – Eyes on Japan. Leider konnte zum Zeitpunkt der Drucklegung der Eröffnungsfilm noch nicht festgelegt werden. Freuen Sie sich auf einen exklusiv für diesen Abend ausgewählten Titel.
Kurzfristig erhalten Sie umfassende Informationen unter http://www.dus.emb-japan.go.jp Im Rahmen der Eröffnung bieten wir ein musikalisches Programm mit Herrn Takao Hoshino (Bariton) und Frau Satsuki Wakabayashi (Piano).
SA 10.1. 14.30 Uhr | FR 23.1. 21 Uhr
MEITANTEI KONAN SEKIGAN NO FURASSHUBAKKU · DETECTIVE CONAN – FLASHBACK DES EINÄUGIGEN
J 2025 · 110 min · OmU · digitalDCP · FSK 12 · R: Katsuya Shigehara · B: Takeharu Sakurai, Gōshō Aoyama
In seinem 28. filmischen Abenteuer begibt sich Conan ins ver- schneite Nagano. Vor 10 Monaten verletzte sich Inspektor Kansuke von der dortigen Polizei bei einem Lawinenunfall auf einer Verfolgungsjagd an einem Auge und hat seitdem Gedächtnislücken. Als Privatdetektiv Kogorō in Tokio von einem alten Freund wegen Kansukes Fall kontaktiert wird, der Freund dann aber vor seinen Augen ums Leben kommt, begibt sich Kogorō nach Nagano und nimmt die Ermittlungen auf. Doch was wären seine Versuche ohne die Hilfe und das unschlagbare Genie von Conan… Seit nunmehr 28 Jahren begeistert der 17-jährige Detective Conan im Körper eines 7-Jährigen jährlich ein Kinopublikum in Japan und seit 2002 auch in Deutschland. Der diesjährige Fall besticht neben seiner gewohnten Rätselgeschichte auch mit fulminanten actiongeladenen Szenen.
SA 10.1. 17 Uhr | SA 24.1. 19 Uhr
AINU PURI
J 2024 · 82 min · OmeU · digitalDCP · ab 18 · R: Takeshi Fukunaga · K: Eric Shirai
Diese Dokumentation folgt AMANAI Shigeki (Shige), dem Vorsitzenden der Shiranuka Ainu Association, seiner Familie und einigen Freunden aus seinem Umfeld in ihrem Alltag. Neben der Arbeit und dem Familienleben spielt auch die Weitergabe von Ainu-Traditionen innerhalb der Familie eine Rolle. Shige ist beispielsweise froh, das Fischen mit dem traditionellen Speer gelernt zu haben. Genauso wie sein Vater möchte er seinen Kindern dieses Wissen aber nicht gegen ihren Willen beibringen, sondern hofft, dass es sie aus eigenem Antrieb heraus interessiert. So sehen wir Shige mal alleine oder mit seinem Sohn und einem anderen Verwandten beim Fischen oder bei der Jagd. In seiner ersten Dokumentation begleitet Regisseur FUKUNAGA Takeshi einen Bekannten, den er beim Dreh zu seinem Film Ainu Mosir (heute um 20 Uhr) kennenlernte. Dank dieser Verbindung gewähren Shige und seine Familie intime Einblicke in ihr Leben, in dem sie ihre eigene Tradition und moderne japanische Lebensweise miteinander verbinden.
Anschließender Vortrag am 10.1. um 18.45 Uhr von Dr. Hans-Dieter Ölschleger (Universität Bonn).
SA 10.1. 20 Uhr
AINU MOSIR
J 2020 · 84 min · OmeU · digital1080p · FSK 18
R: Takeshi Fukunaga · B: Takeshi Fukunaga · K: Sean Price Williams · D: Kanto Shimokura, Emi Shimokura, Debo Akibe, Toko Miura, Lily Franky u.a.
Das Dorf Akanko Ainu Kotan auf Hokkaido, in dem er aufwächst, muss sich der 14-jährige Kanto mit Tourist*innen teilen. Seine Mutter betreibt unter ihrer kleinen Wohnung einen Laden, wo Ainu-Handwerk verkauft wird, spielt nebenbei die Mundtrommel und bietet traditionellen Gesang auf Booten über den See Akan an. Am Abend finden Vorstellungen von traditionellen Tänzen und Riten auf der Hauptstraße des Dorfes statt. Zwischen so viel vorgeführter Tradition muss Kanto seinen Platz in der eigenen Kultur finden. Dabei hilft ihm Debo, der gut mit seinem verstorbenen Vater befreundet war, und danach strebt, den Wunsch des Verstorbenen nach einem Iomante, der rituellen Opferung eines Bären, zu erfüllen. Kanto muss sich entscheiden, welchen Platz die eigene Kultur in seinem Leben haben soll. Kanto und seine Mutter Emi sind ein Mutter-Sohn-Gespann auch außerhalb der Filmwelt. Der Film von Takeshi Fukunaga kommt fast ausschließlich mit Laienschauspieler*innen aus und gibt dabei vielen Ainu aus der Region eine Rolle.
Zur noch besseren Einordnung und einen erweiterten Einblick wird auch die Dokumentation von Takeshi Fukunaga AINU PURI am 10.1. um 17:00 Uhr oder der anschließende Vortrag von Herrn Dr. Ölschleger um 18.45 Uhr empfohlen.
SO 11.1. 14 Uhr | SA 17.1. 16.30 Uhr
KAMOME SHOKUDÔ · KAMOME DINER
J 2006 · 102 min · OmeU · digital · FSK 18 · R: Naoko Ogigami · B: Naoko Ogigami nach einer Vorlage von Yoko Mure · K: Tuomo Virtanen · D: Satomi Kobayashi, Hairi Katagiri, Masako Motai, Jarkko Niemi, Tarja Markus u.a.
Helsinki: Das erfolglose japanische Café von Sachie hat nur einen einzigen Gast: den Anime-Fan Tommi. Als erster Kunde muss er jedoch nie für seinen Kaffee zahlen. Dank ihm trifft Sachie jedoch auf Midori, die auf unbestimmte Zeit in Finnland bleiben möchte und sich unschlagbar gut an den Liedtext zur Anime-Serie GATCHAMAN erinnern kann. Als Masako hinzustößt, deren Gepäck auf ihrem Flug nach Helsinki verloren ging, ist das Trio komplett und es erwartet die ersten Kunden. Als Hauptspeise bietet es japanische Reisbällchen (Onigiri) an, die eigentlich von Finnen verschmäht werden… Auch fast 20 Jahre nach dem Erscheinen des Films von Mayumi Amano erfreut sich der Drehort von Kamome Diner, an dessen Stelle sich immer noch ein Café befindet, bei Japaner*innen ungebrochener Beliebtheit. Der Film besticht nicht nur durch sein lebensbejahendes, teils fantastisches Narrativ, sondern auch durch den Soundtrack und zahlreiche Designelemente.
SO 11.1. 16.30 Uhr | DI 20.1. 18.30 Uhr
MOCHI
J 2020 · 60 min · OmeU · digital · FSK 18 · R: Mayumi Komatsu · B: Mayumi Komatsu · K: Taishi Hirokawa · D: Shiro Sato, Yuna Sato, Jin Yomogida u.a.
Die 15-jährige Yuna muss sich mit Veränderungen auseinandersetzen. Nachdem sie ihren Abschluss gemacht hat, wird es die Mittelschule, die sie besucht hat, nicht mehr geben. Zudem wird ihre beste Freundin in die nächst größere Stadt ziehen. Darüber hinaus stehen Feierlichkeiten, wie das Richtfest des neuen Hauses, an. So vielfältig die Handlungsstränge des Films, die Höhen und Tiefen sein mögen, denen die Protagonistin ausgesetzt ist – zugrunde liegt ihnen stets ein Thema der traditionellen japanischen Esskultur: mochi. In der Stadt Ichinoseki in der Präfektur Iwate im Norden Japans gibt es einen mochi-Kalender, der es ermöglicht, 60 Tage nach zu verfolgen, an denen traditionell mochi gegessen wird. Die Laiendarsteller*innen des Films stammen alle aus dieser Region und spielen keine vorgegebenen Szenarien, wodurch der Film bisweilen einen dokumentarischen Charakter erhält und Lust macht auf eine Reise in das ländliche Japan.
FR 16.1. 19 Uhr | SA 24.1. 14.30 Uhr
THE PURSUIT OF PERFECTION · DAS STREBEN NACH PERFEKTION
J 2022 · 79 min · OmU · digitalDCP · FSK 0 · R/B: Toshimichi Saito · K: Shinnosuke Fukushima
Um ihren Gästen das bestmögliche kulinarische Erlebnis in ihren Restaurants zu bieten, führen drei Köche und eine Köchin ihre Künste vor. Dabei sehen wir viele unterschiedliche Variationen in der Tokioter Hochglanzküche. Diese reichten von französischer Eleganz über liebevoll ausgewählte lokale Zutaten bis zur traditionellen Zubereitung von Sushi. Wer sich für die Welt von Sterneküchen und –Köch*innen interessiert, kommt bei diesem Dokumentarfilm besonders auf seine Kosten und kann einen anderen, sehr internationalen Teil Japans aus einer neuen Perspektive entdecken.
FR 16.1. 21 Uhr | FR 23.1. 18.30 Uhr
KAIJÛ HACHIGÔ DAI ICHIKI SÔSHÛHEN · KAIJU NO 8: MISSION RECON
J 2025 · 120min · OmU · digitalDCP · FSK 16 · R: Tomomi Kamiya, Shigeyuki Miya · B: Yūto Tsukuda, Naoya Matsumoto
In KAIJÛ HACHIGÔ DAI ICHIKI SÔSHÛHEN wird Japan von Monstern, den sogenannten Kaiju, heimgesucht. In dem Szenario geschieht dies so regelmäßig, dass die Monster von Sondereinheiten der japanischen Streitkräfte in Schach gehalten werden müssen. Zu diesen Streitkräften möchte auch Kafka Hibino gehören, doch er muss seinen Traum aufgrund mangelnder Stärke und Fähigkeiten aufgeben. Stattdessen ist er nun Teil des Putztrupps, der sich um die Beseitigung der, auch tot noch hochgefährlichen, Überreste der besiegten Kaiju kümmert. Als er dabei verletzt wird und sich im Krankenhaus ein kleines Kaiju in ihm einnistet, ist er plötzlich in der Lage, sich in ein solches Monster zu verwandeln. Mit der neugewonnenen Kraft schließt er sich der Sondereinheit an, läuft aber immer Gefahr, von den eigenen Kameraden vernichtet zu werden, sollte seine wahre Identität aufgedeckt werden. Kaiju sind rätselhafte Monster, die seit Godzilla aus der japanischen Filmlandschaft nicht mehr wegzudenken sind. Dieser Animationsfilm fasst die erste Staffel der gleichnamigen Serie zusammen.
SA 17.1. 19 Uhr | SO 25.1. 12.30 Uhr
KOMADA · KOMADA: A WHISKY FAMILY
J 2023 · 91 min · OmU · digital1080p · FSK 12 · R: Masayuki Yoshihara · B: Yukito Kizawa
Rui Komada, die Erbin einer beliebten, wenn auch von Rückschlägen geplagten Destillerie, scheint ganz in ihrer Arbeit für das Familienunternehmen aufzugehen. So der Eindruck von Kotaro, der sich auch nach wiederholtem Jobwechsel in seiner neuen Firma als Journalist nicht richtig einfinden kann. Wäre ihm doch auch die Leidenschaft für seine Arbeit in die Wiege gelegt worden… Die Zeit wird zeigen, ob er und Rui sich zusammenraufen und auf einer gemeinsamen Suche das alte Rezept für den Familienwhisky wiederentdecken können. Hilfe erhalten sie dabei nicht nur von alten Fans, sondern auch von Whisky-Destillerien aus ganz Japan. Wer Freude an fesselnden Familiengeschichten und warmherzig gestalteten Figuren hat, wird hier bestens unterhalten. KOMADA verbindet einen Wissensschatz über Whisky mit der Frage nach der eigenen Erfüllung und der Rolle, die man selbst dabei spielt.
SA 17.1. 21 Uhr | SA 24.1. 16.30 Uhr
AINE KURAINE NAHATO MUJIIKU · EINE KLEINE NACHTMUSIK
J 2019 · 119 min · OmeU · digital · FSK 18
R: Rikiya Imaizumi · B: Kenichi Suzuki nach einer Vorlage von Kotaro Isaka · K: Yuta Tsukinaga · D: Haruma Miura, Mikako Tabe, Taizo Harada u.a.
LITTLE NIGHTS, LITTLE LOVE, mit dem interessanten japanischen Originaltitel „Eine kleine Nachtmusik“, verwebt lose mehrere Handlungsstränge, die auf Kurzgeschichten von Kotaro Isaka basieren, zu einer großen Geschichte über Liebe, Freundschaft und Familie. Regisseur Rikiya Imaizumi war dabei der Wunschkandidat des Autors. Der Film beginnt mit zwei Geschichten, die sich um Sato-san und Minako drehen. Beide sind 27 Jahre und Singles. Von diesen Figuren ausgehend, spinnt sich ein Netz aus weiteren Geschichten mit offenem Ende, das sich über einen Zeitraum von 10 Jahren erstreckt. Wird Sato seine große, dramatische Liebe finden, wie er es sich erhofft? Und wird Minako den geheimnisvollen Bruder einer Kundin ihres Haarsalons, den sie nur über Telefonate kennt, lieben lernen? Und was hat der Titelkampf eines Anwärters auf den Weltmeistertitel im Schwergewichtsboxen – Winston Ono – damit zu tun? Man kann sich auf herzerwärmende Geschichten freuen, die in Sendai, der nördlichen Region Japans, spielen.
SO 25.1. 14.30 Uhr
TSUCHI O KURAU JÛNIKA GETSU · DAS ZEN-TAGEBUCH
J 2022 · 111 min · OmU · digitalDCP · ab 18 · R: Yūji Nakae · B: Yūji Nakae nach einer Vorlage von Mizukami Tsutomu · K: Hirotaka Matsune · D: Fumi Dan, Takako Matsu, Kenji Sawada, Naomi Nishida, Toshinori Omi u.a.
Tsutomu lebt abgeschieden in den Bergen. Seit dem Tod seiner Frau beschäftigt er sich vor allem mit seinem großen Garten, den Pflanzen, die darin und in den ihn umgebenden Bergen gedeihen, und ihrer fachgerechten Zubereitung zu jahreszeitlich passenden Leckereien. Sein Wissen und seine Einstellung bezieht er dabei aus seinen Jahren in einem Zen-Tempel. Wir Zuschauer*innen begleiten Tsutomu durch die zwölf Monate des Jahres und Japans beliebte vier Jahreszeiten, lernen Pflanzen und Gerichte kennen, und werden immer wieder überrascht, dass ein so zurückgezogen lebender Mann wie Tsutomu intensive menschliche Kontakte aufbauen kann, indem er andere Personen zu selbst zubereiteten Essen einlädt – nicht zuletzt auch seine Verlegerin und Freundin Machiko. Die im Film gezeigten Speisen sind oft von simpler Eleganz und machen Appetit, weshalb man möglichst mit gut gefülltem Bauch zur Vorstellung kommen sollte!