Fotografische Ausstellungen in Deutschland und International

Fotografische Ausstellungen in Deutschland und International

Morgaine Schäfer / Through the Looking Glass

  • Morgaine Schäfer Through the Looking Glass: Abbildung: Archiv No. 1465 (woman with car), Inkjet Print, 90 x 70 cm, 2014 © Morgaine Schäfer und VG Bild-Kunst, Bonn 2024
  • Städtische Galerie im Leeren Beutel Regensburg
  • bis  02.02.2025

Am 23. November um 19 Uhr findet die Preisverleihung des Deutschen Fotobuchpreises statt und die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen werden feierlich in Regensburg in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel von uns, Martin Rosner und Andy Scholz, übergeben.

Aber nicht nur das!

Bevor wir zur Medaillenvergabe übergehen, werden wir eine Ausstellung eröffnen und in einem Podiumsgespräch in die fotografischen Arbeiten einführen, die vom 23. November 2024 bis 2. Februar 2025 gemeinsam mit dem Fotobuchpreis-Regal in der Städtischen Galerie in Regensburg zu sehen sein werden.

Erstmals wird 2024 in Kooperation mit dem Museum für Photographie Braunschweig parallel zur Preisverleihung eine Ausstellung mit einer zeitgenössischen fotografischen Position, die von Andy Scholz kuratiert wurde, eröffnet – präsentiert vom INTERNATIONALEN FESTIVAL FOTOGRAFISCHER BILDER.

Dieses Jahr 2024 ist es die Arbeit von Morgaine Schäfer mit dem Titel: Through the Looking Glass.

»Morgaine Schäfer wurde 1989 im niedersächsischen Wolfsburg unmittelbar an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze geboren. In ihrer konzeptuell künstlerischen Arbeit steht das Familienbildarchiv im Mittelpunkt, das ihr Vater vor ihrer Geburt in Form von Diapositiven aufgebaut hat. Sie zeigen immer wieder ihre Mutter, die in Polen geboren wurde und weitere Familienmitglieder. Kombiniert mit Selbstportraits setzt sich die Künstlerin mit Aspekten der weiblichen Identität, der Rolle der Frau in der Familie, Weiblichkeit in der Gesellschaft und im historischen Kontext auseinander. Auf den großformatigen Portraits ist die Künstlerin in klassischer Pose zu sehen, wie sie zum Beispiel ein gerahmtes Diapositiv (Dia) mit dem Abbild ihrer Mutter in der Hand hält. Das Selbstportrait wird zum Doppelportrait und zum Bild im Bild. Damit verweist sie nicht nur auf ihre eigene Identität und die Geschichte ihrer Eltern, sondern gleichzeitig auf die rasante Entwicklung der Fotografie in den vergangenen vier Jahrzehnten. In den neueren fotografischen Bildern geht sie konsequent noch einen Schritt weiter und ersetzt die eigene Hand – als Träger der Bildinformation – durch Aufnahmen mit dem Smartphone, die dann wiederum abfotografiert werden.« (Andy Scholz, Kurator)

Kurzbiografie: Morgaine Schäfer studierte Bildende Kunst (Fotografie) an der Kunstakademie Düsseldorf bei Christopher Williams. 2017 schloss sie ihr Studium als Meisterschülerin ab. Sie unterrichtet an der Hochschule Düsseldorf als Lehrkraft für besondere Aufgaben und arbeitet als bildende Künstlerin in Düsseldorf.

www.regensburg.de/museen/die-museen/staedtische-galerie

 


Gudrun Kemsa / FLOATING SPACES

  • Gudrun Kemsa: Düsseldorf Hafen 01, 2014 © Gudrun Kemsa, 2024
  • Kunsthaus Nürnberg
  • 12.10.2024 – 02.02.2025

In der Ausstellung Floating Spaces begegnen dem Ausstellungsbesuchenden bekannte Orte des urbanen und natürlichen Landschaftsraumes, die sich in den Arbeiten der Fotografin und Videokünstlerin Gudrun Kemsa, der gewohnten, leicht lesbaren Zugänglichkeit entziehen: luxuriöse Einkaufsstraßen, gewöhnliche U-Bahnhöfe, oder das Meer. Diese sonst vertrauten Orte wirken seltsam befremdlich, unwirklich theatralisch, überzeichnet irreal oder verschwommen, weichgezeichnet und nebulös – fast abstrakt. Die Künstlerin Gudrun Kemsa versteht ihre Fotografien und Videoinstallationen als eine ästhetische Erweiterung der alltäglichen Wahrnehmung und somit als eine Möglichkeit Bekanntes neu zu entdecken.

www.kunstkulturquartier.de/programm/ausstellungen

 


Offenes Depot: Industrieland NRW

  • Tata Ronkholz, Industrietore, Firma Tromm, Tor Gleisausschluss, Köln-Niehl, 1983, Serie aus 6 Fotografien © Van Ham Art Estate: Tata Ronkholz, Foto: Anne Gold
  • bis 02.02.2025
  • Künstler*innen: Bernd und Hilla Becher, Gustav Deppe, Claudia Fährenkemper, Albert Renger-Patzsch, Tata Ronkholz u.a.

In der Reihe Offenes Depot präsentiert das Kunsthaus ab September eine Auswahl Bilder von Industrie, Bergbau und Tagebau. Neben den ikonischen Fotografien von Albert Renger-Patzsch und Bernd und Hilla Becher sind Aufnahmen von Claudia Fährenkemper sowie gemalte Darstellungen der Industrie von Gustav Deppe, Glenn Gibbs, Georg Grulich und Wilhelm Thelen zu sehen. Es sind Versuche, die Industrie zwischen Romantik und Faszination für technische Konstruktionen ins Bild zu setzen.

Die ausgewählten Arbeiten vermitteln die Geschichte einer Region, die im Umbruch ist: Kaum ein anderes Bundesland ist so stark von Schwerindustrie, Bergbau und Tagebau geprägt wie Nordrhein-Westfalen. 2023 widmete sich das Kunsthaus mit der Ausstellung »Bildwiderstand. Garzweiler in Film und Fotografie« dem Rheinischen Tagebau und seinen Folgen. Weniger im Bewusstsein ist, dass sich die deutsche Industrie- und Bergbauregion in Belgien und den Niederlanden fortsetzt. Auch jenseits der Grenze ist die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte hochaktuell, wie das Gast-Projekt »Meeting You in the Margins« der Künstlerin Krista Jantowski zeigt. Besuchen Sie nach der Führung durch das Depot gerne ihren Büchertisch in der Kunsthaus-Bibliothek!

  • Zugang nur mit Führung, max. 10 Personen.
  • Anmeldung: info@kunsthaus.nrw
  • Bei freien Plätzen ist die Teilnahme auch spontan möglich.

www.kunsthaus.nrw/ausstellung/offenes-depot-industrieland-nrw

 


Michael Reisch / Trust in those who supposedly know – MURRAY; DONDIE; REBECCA

  • Michael Reisch, "Trust in those who supposedly know – MURRAY“, Version_2, 2023, 250x200cm, Latexdruck auf PVC-Plane, © Michael Reisch, 2024
  • Falko Alexander Galerie, Köln
  • 29.11.2024 – 04.01.2025

Michael Reisch (geboren 1964) ist ein deutscher Künstler und Fotograf. Seine künstlerischen Arbeiten verbinden Aspekte der Fotografie und der Bildhauerei mit neuen digitalen bildgebenden Verfahren wie Machine Learning/KI, AugmentedReality, 3D-Scanning, Video, 3D-Druck, etc. Er studierte an der Rietveld Academie, Amsterdam und der Kunstakademie Düsseldorf und lehrt derzeit als Professor für Fotografie und Digitale Medien an der Alanus-Hochschule, Alfter bei Bonn, Deutschland. Er erhielt u.a. Künstler*innenstipendien der Fondation Cartier, der Stiftung Kunstfonds Bonn und der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW. Seine Arbeiten wurden u.a. in der Hypo-Kunsthalle München, der Kunsthal Rotterdam, im Kunstmuseum Bonn, in der Residenzgalerie Salzburg, im Fotomuseum München, bei Scheublein + Bak, Zürich, Bischoff/Weiss, London, im Galaxy Museum of Contemporary Art, Chongqing, im Museum of Contemporary Art Shenzhen, bei Photo Bejing, auf dem Shanghai International Photofestival, im Museum Kurhaus Kleve und im Fotomuseum Winterthur ausgestellt. Seine Arbeiten sind weltweit in Sammlungen vertreten, u.a. im Kunstmuseum Bonn, Fotomuseum Winterthur, National Galleries, Edinburgh. Michael Reisch ist Initiator und Kopf von darktaxa-project, einer Arbeits-und Diskursplattform von Künstler*innen, die experimentell an der Schnittstelle von Fotografie und neuen digitalen bildgebenden Verfahren arbeiten. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf, Deutschland.

#Ideology Fake Meaning Photogenetic TheSynthetic AI Truth PostTruth Facts Values Generative ArtificialIntelligenceMindset RealismCrisis Fiction AuthorityOfPhotography Agency Speculation Representation AuthenticityTrashCore Potential PostFactual TheMachine DigitalDeformation DecisionDelegation Apparatus Automatic Algorithmic ToolsAndAgents SubliminalHysteria

Die Werkgruppe „Trust in those who supposedly know – MURRAY, DONDIE, REBECCA”, 2023/2024 ist vollständig mit generativer KI erstellt und thematisiert zeitgenössische Post-Truth- und Ideologisierungs-Tendenzen vor dem Hintergrund aktueller KI-Technologien.

www.falko-alexander.com/michael-reisch