Irland übernimmt EU-Ratsvorsitz
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Zum 1. Juli übernimmt Irland die EU-Ratspräsidentschaft. Das Land führt den Vorsitz im Rat der Europäischen Union für die Dauer von sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2026. In dieser Zeit koordiniert Irland die Arbeit der Fachministerräte, moderiert Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten und vertritt den Rat gegenüber den anderen EU-Institutionen.
Unter dem Motto „Strength with Unity“ setzt die irische Ratspräsidentschaft thematische Schwerpunkte auf wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, europäische Werte sowie Sicherheit und Verteidigung. Dazu zählen unter anderem die Förderung von Wohlstand und Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürgern, Gleichstellungsreformen und das Vorantreiben eines europäischen Sozial- und Wirtschaftsmodells.
Der sicherheitspolitische Fokus wird weiterhin auf der Unterstützung der Ukraine und des globalen Engagements der EU liegen. Besondere Akzente setzt Irland in der Außen- und Sicherheitspolitik unter anderem im Bereich Cybersicherheit und Resilienz gegenüber hybriden Bedrohungen. Darüber hinaus betont Irland seine Bemühungen darum, dass die Staats- und Regierungschefs der EU noch im Jahr 2026 die erforderlichen Beschlüsse über den mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für den Zeitraum 2028 bis 2034 fassen können. Mit Blick auf die Wirtschaft wird die Umsetzung der Handels- und Investitionsagenda zwischen der EU und den USA eine Priorität sein, ebenso wie die laufenden Handelsverhandlungen mit Malaysia, den Philippinen, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die irische Ratspräsidentschaft ist Teil des Trio-Programms, das gemeinsam mit Litauen und Griechenland für den Zeitraum von Juli 2026 bis Dezember 2027 erarbeitet wurde. Ziel dieses Programms ist es, Kontinuität in der Arbeit des Rates zu gewährleisten und zentrale europäische Vorhaben über einen Zeitraum von 18 Monaten hinweg voranzubringen.
Ein besonderes Merkmal der jetzigen Ratspräsidentschaft ist, dass Irland den Ratsvorsitz das erste Mal übernimmt seit Irisch im Januar 2022 zu einer vollfunktionsfähigen Arbeitssprache der Europäischen Union wurde. Der irische Vorsitz wird daher das Engagement der EU für die Sprachenvielfalt unter Beweis stellen, indem er Irisch in die Angelegenheiten des Rates, die offizielle Kommunikation und kulturelle Veranstaltungen einbezieht.
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