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Stadt Düsseldorf bei internationaler Konferenz in Warschau

| Internationales News Warschau

"United by Rivers" Konferenz (Bildrechte: Stadt Warschau)

"United by Rivers" führt Großstädte zusammen, die am Fluss liegen

Unter dem Titel "United by Rivers: Flow, Friction, Future" kamen am 3. und 4. September in Warschau Vertreterinnen und Vertreter, Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktiker aus internationalen Flussstädten zusammen. Im Mittelpunkt der von der polnischen Hauptstadt ausgerichteten Konferenz standen der Umgang mit urbanen Flussräumen, ihre Bedeutung für Stadtentwicklung, Natur- und Klimaschutz sowie Freizeit und Tourismus. Ziel der Initiative ist es, den internationalen Erfahrungsaustausch zu fördern und eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Flussstädten aufzubauen. Auch die Landeshauptstadt Düsseldorf war bei der Konferenz vertreten.

Warschau, am Fluss Weichsel gelegen, ist seit 1989 Partnerstadt Düsseldorfs: Erste Kontakte zwischen beiden Städten reichen bis in die späten 1970er Jahre zurück. Die Veranstaltung fand im Rahmen der EU Local Dialogues statt, einer Initiative des Europäischen Ausschusses der Regionen, die den Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern lokaler, regionaler und europäischer Behörden fördern soll. Umweltdezernent Jochen Kral verspricht sich viel von der neuen Initiative großer europäischer Städte, die am Fluss liegen: "Düsseldorfs Mitarbeit in dem Netzwerk 'United by Rivers' eröffnet wertvolle Chancen, sich mit anderen europäischen Großstädten über die Herausforderungen auszutauschen, die mit der Lage am Fluss einhergehen. Alle teilnehmenden Städte sind davon überzeugt, dass Flüsse wichtig für nachhaltige Stadtentwicklung und Lebensqualität sind. Diese Zusammenarbeit auf europäischer Ebene hat großes Potential."

Vertreterinnen und Vertreter sowie Fachleute reisten unter anderem aus London, Paris, Turin, Riga, Wien und Düsseldorf in die polnische Hauptstadt. Anregende Beiträge kamen auch von außerhalb Europas. So stellten Seoul (Korea) und Chicago Flussprojekte vor. Eine gemeinsam verfasste Deklaration unterzeichnete für Düsseldorf der stellvertretende Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz Ingo Pähler. 

An der internationalen Konferenz nahm auch Jens Ihsen, Geschäftsführer von Visit Düsseldorf, teil. In einem Panel zur nachhaltigen Entwicklung urbaner Flussräume brachte er die Düsseldorfer Perspektive ein. Am Beispiel der Rheinpromenade zeigte er auf, wie die Rückgewinnung des Rheinufers als öffentlicher Raum die Lebensqualität in der Stadt erhöht und zugleich ihre touristische Attraktivität stärkt. "Die besten Orte für Gäste sind oft genau die Orte, an denen sich auch Einheimische gerne aufhalten. Die Düsseldorfer Rheinpromenade zeigt, dass erfolgreiche Tourismusentwicklung mit guter Stadtentwicklung beginnt", so Jens Ihsen. In der Deklaration sind Schwerpunkte für die künftige Zusammenarbeit im Rahmen des Netzwerks identifiziert und konkretisiert: Unter anderem sollen Flussufer revitalisiert und der Tourismus auf und an den Flüssen nachhaltiger gestaltet werden. Ganzheitliches Wassermanagement vor dem Hintergrund des klimatischen Wandels, gleichberechtigter Zugang zu Gewässern, die Bedeutung von Bildung und dem Engagement breiter Gesellschaftsschichten sowie die kulturelle Bedeutung der Flüsse sind weitere Themen der Erklärung.

Ein englischsprachiger Artikel zur Konferenz findet sich hier.