226.000 Euro für "Masterplan für nachhaltige und emissionsarme Mobilität“

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Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (links) überreichte den Förderbescheid an Ingo Pähler, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf. Copyright: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Einen Förderbescheid über 226.000 Euro für die Ausarbeitung eines "Masterplans für nachhaltige und emissionsarme Mobilität" hat die Landeshauptstadt Düsseldorf am Mittwoch, 20. Dezember, in Berlin erhalten.

Bundesverkehrsminister Christian Schmidt, überreichte den Förderbescheid an den Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf, Ingo Pähler. 

Die Förderung ist Teil des Sonderprogramms zur Erstellung von individuellen Masterplänen für von Stickstoffdioxid (NOX)-Grenzwertüberschreitungen betroffene Kommunen und als Ergebnis des "Nationalen Forum Diesel" zu verstehen. Das Sonderprogramm dient dem Ziel, die Grundlagen zur Umsetzung konkreter Projekte für eine nachhaltige und emissionsarme Mobilität in Kommunen zu schaffen.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte entsprechend dem Förderaufruf ein Projekt technologischer und organisatorischer Lösungen in fünf Schwerpunkten zur Reduzierung von NOX-Emissionen vorgeschlagen und diese sollen im Rahmen eines "Green-City Mobility Planes" weiter ausgearbeitet werden.

Die Schwerpunkte des Green-City Mobility Planes sind:

  • Digitalisierung des Verkehrs
  • Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr
  • Stärkung Radverkehr
  • E-Mobilität
  • Effiziente Logistik

Das Ziel des Masterplans definiert sich über die schnellstmögliche Einhaltung des über ein Kalenderjahr gemittelten Wertes für Stickstoffdioxid in Höhe von 40 Mikrogramm je Quadratmeter im Stadtgebiet Düsseldorf. Durch Langfrist-Strategien, die parallel aufgesetzt werden, soll die dauerhafte Unterschreitung und Einhaltung des Grenzwertes sichergestellt werden.

Desweiteren wurde dem Bundesverkehrsministerium eine erweiterte Projektliste zum Sofortprogramm "Saubere Luft 2017-2020" für Düsseldorf übergeben, welche unter Leitung der Beigeordneten Cornelia Zuschke in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung Düsseldorf und der Rheinbahn AG erarbeitet wurde. Diese Projekte gehen über den Umfang des "Green Mobility Plans" hinaus und beinhalten beispielsweise ergänzend auch Anpassungen der Infrastruktur im Stadtgebiet, nachhaltige Fahrzeugbeschaffung der Rheinbahn und Vorschläge zur Anpassung des Nahverkehrssystems mit Blick auf Kapazitätserweiterungen.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf erhofft sich durch den umfassenden Antrag zur Förderung von Projekten zur Luftreinhaltung eine gute Förderquote aus den Mitteln, die im Nachgang des "Nationalen Forum Diesel" den Städten zur Unterstützung zugesichert worden waren.

Düsseldorfs Maßnahmenpaket umfasst alle Aspekte des Handelns, angefangen bei Soforthilfen bis hin zu Konzepten für nachhaltiges und vernetztes Handeln. "Durch die Komplexität wie modulare Aufteilung in Einzelprojekte erhoffen wir uns schnelle und auskömmliche Unterstützung", erklärt Beigeordnete Cornelia Zuschke, die hinsichtlich der Erstellung des zur Förderung angemeldeten Pakets auch die kompetente und interdisziplinäre Zusammenarbeit lobt.