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Kultur
Tagung und Abendprogramm zu Peter Maiwald im Heinrich-Heine-Institut
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Im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung im Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, am Donnerstag, 22. September, wird Sophia Rohan, wissenschaftliche Volontärin am Heinrich Heine-Institut, ein von ihr zusammengestelltes Lesebuch zu Peter Maiwald und den von ihr verzeichneten Nachlass des politischen Dichters vorstellen, den das Heine-Institut übernommen hat.
Die Tagung startet um 14 Uhr. Weitere Vorträge stammen von Dr. Olaf Cless (Düsseldorf), Dr. Jasmin Grande (HHU Düsseldorf, Institut Moderne im Rheinland), Ingar Solty (Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Berlin) und Dr. Enno Stahl (Heinrich-Heine-Institut).
An die Tagung schließt sich um 19.30 Uhr eine Abendveranstaltung an: Die Berliner Liedermacherin Barbara Thalheim, die über viele Jahre mit Maiwald befreundet war, hat zahlreiche seiner Texte vertont. Sie wird eine Auswahl daraus singen und über ihre Bekanntschaft mit Maiwald sprechen. Außerdem wird Olaf Cless exemplarische Gedichte Peter Maiwalds rezitieren. Unter der Regie von Enno Stahl wird Maiwalds noch unveröffentlichtes Hörspiel "Ich bin frei" live als szenische Lesung mit Klangeinspielungen uraufgeführt. Es lesen die Schauspielerinnen Petra Kuhles, Chaymae M’stfa und Ina Rottstegge.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung im Vorfeld wird gebeten. Per E-Mail an anmeldungen-hhi@duesseldorf.de oder telefonisch zu den Öffnungszeiten des Heinrich-Heine-Instituts unter 0211-8995571. Eine Veranstaltung des Heinrich-Heine-Instituts in Kooperation mit dem Heine-Salon e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Weitere Informationen unter www.duesseldorf.de/heineinstitut.
Hintergrund
Peter Maiwald wurde am 8. November 1946 in Grötzingen bei Nürtingen geboren, er starb am 1. Dezember 2008 in Düsseldorf. Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Soziologie an der Universität München. Nach acht Semestern brach er das Studium ab und lebte seit 1968 als freier Schriftsteller, zunächst in München, ab 1970 in Neuss. Seit 1968 war der politisch engagierte Schriftsteller Mitglied der DKP, die ihn jedoch 1984 aufgrund seiner Beiträge für die "Düsseldorfer Debatte" ausschloss, einer Zeitschrift, deren Mitbegründer Maiwald war. Ab 1985 lebte er in Düsseldorf, vornehmlich Lyriker, verfasste aber auch Kurzprosa, Hörspiele, Drehbücher, Reportagen und Kabaretttexte - unter anderem für das Rock-Kabarett "Floh de Cologne", das Düsseldorfer Kom(m)ödchen und das Stuttgarter Renitenz-Theater. Er bekam zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrere Arbeitsstipendien des Kultusministers des Landes Nordrhein-Westfalen, 1983 Förderpreis zum Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg, 1985 Deutscher Kritikerpreis und 1997 Rheinischer Literaturpreis Siegburg.