School Attendance Teams
2025 hat das Bildungsbüro gemeinsam mit der LVR-Klinik Düsseldorf eine internationale Pilotstudie mit einer Workshopreihe für vier Grundschulen durchgeführt, in der an den Schulen Expertenteams gebildet wurden, die unterstützend ein passgenaues Konzept (Fehlzeitenerfassung und -analyse, präventive Maßnahmen, Dokumentation u.a.) für ihre Schule entwickelt haben und es nachhaltig und langfristig durchführen.
Ziel des Forschungsvorhabens ist, sogenannte „School Attendance Teams“ an interessierten Schulen, also Experten- und Expertinnenteams – bestehend aus Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern sowie ein oder zwei Lehrkräften (teilweise auch Schulleitungen) – zu bilden, die in begleitenden Workshops ein passgenaues Konzept für ihre Schule erstellen und dann als Ansprechpersonen für das Thema Schulvermeidung und die Umsetzung an ihrer Schule fungieren.
Forschungsseitig werden aktuelle pädagogische Konzepte vermittelt und das sogenannte „Response to Intervention“ Modell angewendet, das auf Ebene der Intervention verschiedene Stufen in Abhängigkeit vom Ausmaß des (drohenden oder vorliegenden) schulvermeidenden Verhaltens vorsieht.
Die Workshops für die „School Attendance Teams“ haben von November 2023 bis Dezember 2024 stattgefunden, mit zusätzlichen Austauchtreffen seit Januar 2025.
Teilgenommen haben die Schulen
• KGS Höhenstraße
• Gumbertschule
• GGS Am Köhnen
• GGS Wrangelstraße
Zusätzlich waren an einem Workshop-Termin die Schulen Steinkaul, Grenzweg und Brehmschule eingeladen, um Sozialräume im Bedarf und Daten zu vergleichen.
Der Fokus lag darauf, den Umgang mit dem Thema Schulvermeidung für die Schulen zu vereinfachen, damit diese präventiv handeln können, um die Fälle drohenden oder existenten schulvermeidenden Verhaltens frühzeitig und lösungsorientiert bearbeiten sowie den damit verbundenen Arbeitsaufwand für alle Beteiligten zu verringern. Dieser Prozess kommt auch der individuellen Schulkultur zu Gute. Kommunikationswege innerhalb der Schule aber auch nach außen zu weiteren beteiligten Akteuren konnten vereinfacht, klarer strukturiert werden und schneller zu Lösungen führen.