"Das ist Kom(m)ödchen", pflegte Kay Lorentz zu sagen, wenn ihm auf seiner Bühne etwas gefiel. Kom(m)ödchen, das war und ist nicht nur Kabarett, es ist ein Gütesiegel. Ein Gütesiegel für gute Texte, für gute Bühnenbilder und für ein festes Ensemble. Daher nannte sich die Düsseldorfer Truppe bei der Eröffnung am 29.März 1947 auch zunächst "Kleine Literaten- Maler- und Schauspielerbühne". Beim Klang dieses Namens denkt man an die Atmosphäre der ersten Pariser Kabaretts auf dem Montmartre. Die Ausstellung schickt ihre Besucher im Inneren des alten Kom(m)ödchens mit seinem "Pariser Charme" auf eine Zeitreise, denn anlässlich des Jubiläums wurde die Hunsrückenstraße 20 der 1960er Jahre rekonstruiert und in den Räumen des Theatermuseums originalgetreu nachgebaut.
Wer dieses alte Kom(m)ödchen betritt, erlebt zunächst die "Malerbühne". Die Wände des Zuschauerraumes waren damals - wie heute in der Ausstellung - prachtvoll bemalt. Neben der zwei mal drei Meter kleinen Bühne steht ein Flügel, wo Musiker wie Emil Schuchardt den typischen "Kom(m)ödchen-Klang" prägten. Eine Videoprojektion mit Ausschnitten aus verschiedenen Kom(m)ödchen-Programmen lässt auf der Bühne 60 Jahre politisches Kabarett lebendig werden.
"Literaten- Maler- und Schauspielerbühne", das ist aber nicht nur das Kom(m)ödchen der 50er und 60er Jahre. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Arbeit aus 60 erfolgreichen Jahren:
Weitere Informationen rund um die Ausstellung
Die Ausstellung ist eine Kooperation von Theatermuseum, Kom(m)ödchen und der Kay-und Lore-Lorentz-Stifung. Sie wurde kuratiert von der Theaterwissenschaftlerin Sarah Ungewitter M.A. Die Rekonstruktion des alten Kom(m)ödchens übernahm die Bühnenbildnerin Miriam Möller-Wieland. Die Arbeiten wurden tatkräftig unterstützt von Dagmar Tscherny M.A. und Karl Lorenz. Weitere Partner der Ausstellung sind die Lore-Lorentz-Schule, sowie der WDR. Die umfangreiche Dokumentation wurde möglich durch die Unterstützung der NRW-Stiftung.
Zur Ausstellung gehörte ein umfangreiches Begleitprogramm.
Während der Ausstellung: Sammlerehepaar Bagel schenkt Theatermuseum das Vexierklapptychon "in Klammern M" von Winfried Lührs