Kirschblütenempfang in Düsseldorf

| Japan Desk International Business Services Firmenservice 04 2026 News

(v.r.) Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller empfing die Gäste gemeinsam mit Paul Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie dem japanischen Generalkonsul Yoshitaka Tsunoda. © Landeshauptstadt Düsseldorf / Meike Schrömbgens

(v.l.) Astrid Becker, Head of Division International Key Account Management / International Cooperations, NRW.Global Business; Yoshitaka Tsunoda, japanischer Generalkonsul in Düsseldorf; Paul Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen; Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Landeshauptstadt Düsseldorf; Annette Klerks, Leiterin International Business Service, Amt für Wirtschaftsförderung Düsseldorf © Landeshauptstadt Düsseldorf / Meike Schrömbgens

Eindrücke vom Kirschblütenempfang © Landeshauptstadt Düsseldorf / Meike Schrömbgens

Eindrücke vom Kirschblütenempfang © Landeshauptstadt Düsseldorf / Meike Schrömbgens

Eindrücke vom Kirschblütenempfang © Landeshauptstadt Düsseldorf / Meike Schrömbgens

165 Jahre deutsch-japanische Beziehungen

Anlässlich des diesjährigen Kirschblütenempfangs begrüßten die Landeshauptstadt Düsseldorf und NRW.Global Business am 16. April rund 200 Vertreterinnen und Vertreter der japanischen Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen auf der Düsseldorfer Galopprennbahn. Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller empfing die Gäste gemeinsam mit Paul Höller, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie dem japanischen Generalkonsul Yoshitaka Tsunoda.

Im Fokus der Veranstaltung stand das Jubiläum von 165 Jahren deutsch-japanischen Beziehungen. Der Empfang unterstreicht die langjährige und enge Verbindung zwischen Japan, Nordrhein-Westfalen und insbesondere Düsseldorf, die sich auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten als stabiler Anker erweist. Als Plattform für Austausch und Vernetzung wurden aktuelle und zukünftige Kooperationsfelder diskutiert, darunter Sicherheits- und Verteidigungsfragen, nachhaltige Technologien (insbesondere erneuerbare Energien) sowie Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz und Quantencomputing.

Diese Themen spiegeln sich auch in den kommenden Veranstaltungen der deutsch-japanischen Business-Community wider: Der Wirtschaftstag Japan am 27. Mai widmet sich der Kreislaufwirtschaft, der Japan-Tag Düsseldorf am 23. Mai stellt als größtes deutsch-japanisches Kulturevent die gesellschaftliche Verbindung in den Mittelpunkt, und der Deutsch-Japanischer Wirtschaftskreis e.V. begeht am 24. Juni sein 40-jähriges Bestehen mit einem Symposium zur sicherheitspolitischen Zusammenarbeit, zu dem unter anderem Ministerpräsident Hendrik Wüst sowie die japanische Botschafterin erwartet werden.

Die wirtschaftliche Bedeutung Japans für den Standort zeigt sich auch in aktuellen Ansiedlungs- und Erweiterungsprojekten: Im vergangenen Jahr konnten 24 japanische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen neu angesiedelt werden, davon 22 in Düsseldorf; zusätzlich verlagerten vier Unternehmen ihren Sitz innerhalb NRWs in die Landeshauptstadt. So entschied sich der Softwareentwickler Micware für Düsseldorf als Europazentrale und bezog mit dem Gebäude „The Cradle“ im Medienhafen einen besonders nachhaltigen Bürostandort nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip.

Auch Tricor Packaging & Logistics investierte in der Region und errichtete in Goch/Weeze ein hochmodernes Werk für Schwerwellpappe mit Fokus auf ressourcenschonende Produktion. Bei den bereits ansässigen Unternehmen wurden landesweit fünf Erweiterungsprojekte umgesetzt, davon vier in Düsseldorf. Hervorzuheben ist insbesondere Komatsu: Im Rahmen des Projekts „Plant 2030“ entsteht in Düsseldorf-Benrath eine neue Werkshalle für die Produktion des weltweit größten Hydraulikbaggers, wodurch sowohl die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens als auch Arbeitsplätze am Standort langfristig gesichert werden.

Insgesamt sind aktuell rund 400 japanische Unternehmen in Düsseldorf und über 650 in Nordrhein-Westfalen ansässig. Die japanische Community umfasst etwa 7.000 Menschen in Düsseldorf und rund 15.000 in NRW. Damit zählt die Region zu den bedeutendsten Standorten für japanische Unternehmen in Deutschland und Kontinentaleuropa.