Die folgenden Themen können Sie als Orientierungshilfe für das Vorgespräch verwenden
Zeigen Sie den Eltern, wo die Kinder in Ihrer Wohnung spielen können und welches Spielzeug vorhanden ist; an welchem Platz ein kleines Kind gegebenenfalls Mittagsschlaf halten oder ein Schulkind ungestört seine Hausaufgaben erledigen kann.
Informieren Sie die Eltern über die Freizeitmöglichkeiten (Park, Spielplatz, Garten), die Sie mit den Kindern in der Umgebung Ihrer Wohnung nutzen.
Besprechen Sie die konkreten Bring- und Abholzeiten an den einzelnen Betreuungstagen. Fragen Sie nach möglichen Veränderungen und Ausnahmen.
Welche Urlaubsregelungen wollen Sie gemeinsam vereinbaren?
Wer soll sich um eine Vertretung kümmern, wenn Sie (z.B. durch Krankheit) ausfallen?
Vereinbaren Sie eine Eingewöhnungszeit, in der die Eltern gemeinsam mit ihrem Kind zu Ihnen kommen werden.
Besprechen Sie alle Einzelheiten (Zeitpunkt und Umfang der Leistungen, Kürzungen, Erhöhungen, Zuschläge). Informieren Sie die Eltern darüber, dass Sie als Kindertagespflegeperson mit deren Einverständnis einen Antrag auf Geldleistungen beim Jugendamt stellen können. Weisen Sie darauf hin, dass die vereinbarte Laufzeit und die Kündigungsfrist Ihres Vertrages unabhängig von den Zahlungen des Jugendamtes gültig sind.
Sie sollten erfragen, was das Kind normalerweise und gerne isst, ob es auf bestimmte Nahrungsmittel empfindlich reagiert und, wie die Eltern mit Süßigkeiten verfahren. Bei Kleinkindern sollte geklärt werden, ob sie mit dem Löffel essen oder die Flasche bekommen. Wenn Spezialnahrung oder besonders teure Lebensmittel eine Rolle spielen, sollten Sie regeln, wer diese besorgt und bezahlt.
Schläft das Kind tagsüber? Wenn ja: Wann, wie oft und wie lange? Gibt es Besonderheiten beim Einschlafen? Besprechen Sie mit den Eltern, ob diese ein Kinderbett oder ein Matratze mitbringen müssen und erinnern sie an den Nuckel und das Kuscheltier.
Denken Sie an Wechselwäsche. In der Regel sollten Kleidung, Wäsche und Windeln von den Eltern mitgebracht werden. Auch die Wäsche zu waschen und instand zu halten, ist deren Aufgabe.
Was mag das Kind besonders gern, was mag es gar nicht?
Wie sind die Toilettengewohnheiten des Kindes, wann und wie oft werden Zähne geputzt oder Hände gewaschen? Besonderheiten sollten geklärt werden.
Was darf das Kind, was darf es keinesfalls? Welche Ängste, Angewohnheiten, Vorlieben hat es? Was beruhigt das Kind? Wie sollten Konflikte gelöst werden? Darf das Kind fernsehen oder Videos anschauen? Wie sollte der Umgang mit Computerspielen sein?
In welche Schule geht das Kind? Hat es spezielle Schwierigkeiten? Wenn ja: welche? Welche Hilfe ist bei den Hausaufgaben nötig? Darf es sich mit Freunden verabreden?
Wie sollen Sie mit Krankheiten umgehen, vor allem, wenn sich die Krankheit verschlimmert? Wie sind die Eltern im Ernstfall zu erreichen?
Regeln Sie im Vorfeld, in welchen Fällen Sie zu welchem Arzt gehen sollen etc. Lassen Sie sich eine Zweitversichertenkarte/ Krankenkassendaten und eine entsprechende schriftliche Vollmacht ausstellen.
Besprechen Sie die Haftung bei Schäden, die durch das Kind entstehen, aber auch bei Schäden, die Sie innerhalb Ihrer Betreuungszeit verursachen könnten. Achten Sie darauf, dass beide Parteien ausreichend haftpflichtversichert sind.