Unser Monatsprogramm für Januar 2012 (Veranstaltungen)

Zwischen "Krähwinkel" und "Kunstanstalt". Theater und Maler im 19. Jahrhundert zwischen Mummenschanz und Reformidee

Ausstellung, vom 7. Oktober 2011 bis 11. März 2012

Die Ausstellung entdeckt die Geschichte des Düsseldorfer Theaters im 19. Jahrhunderts anhand von bislang unbeachteten Bildern und Dokumenten neu: Das Theater avanciert im Laufe des 19. Jahrhunderts zum Massenmedium und wird zum beliebten Gegenstand der bildenden grafischen Künste, so auch für die Düsseldorfer Malerschule.

Lokale Theaterreformer wie Johann Gottfried Wohlbrück oder Karl Immermann setzen auf die Zusammenarbeit mit den Künstlern, um eine zunehmende Perfektion der Bühnenillusion zu erreichen. In hoher Auflage produzierte Druckgraphiken, etwa der Düsseldorfer Firma Arnz & Co. halten seit etwa 1817 für Theaterenthusiasten die Erinnerung an Aufführungen fest und dienen den Theaterpraktikern als Vorlage für eigene Produktionen.

Joachim Gottschalk (1904-1941)

Eine Studio-Ausstellung der Herbert Ihering Gesellschaft im Theatermuseum, vom 8. November 2011 bis 11. März 2012

In der Nacht vom 5. auf den 6. November 1941 nimmt sich der Schauspieler Joachim Gottschalk gemeinsam mit seiner jüdischen Frau Meta und dem achtjährigen Sohn Michael das Leben. Der Schauspieler sieht keinen Ausweg mehr, weil man ihn - nach seiner Weigerung sich scheiden zu lassen - nicht mehr im deutschen Spielfilm beschäftigt und ihm an der Volksbühne bereits zugesagte Rollen wieder entzieht.

Anlässlich des 70. Todestages von Joachim Gottschalk zeigt die Ausstellung einzigartiges Material aus seinem Leben. Gottschalks künstlerische Arbeit ist ebenso ausführlich dokumentiert wie die Maßnahmen des NS-Staates gegen ihn. Erschütternde Dokumente zeigen die versuchte Entwürdigung ebenso wie die vollzogene Entrechtung dieses Künstlers, der nicht käuflich war.

"Alice im Wunderland" auf dem Theater

Ausstellung bis 19. August 2012

Anhand verschiedener Inszenierungen des "Alice im Wunderland"-Stoffes zeigt die Ausstellung Kindern ab 6 Jahren die Wirkung von Bühnenbild und Kostüm auf dem Theater.

"Alice im Wunderland" gehört seit seiner Veröffentlichung 1865 zu den erfolgreichsten Kinderbüchern der Welt. Die berühmte Geschichte des verschrobenen Mathematik- und Logikprofessors Lewis Carroll begeistert noch heute Jung und Alt. Und auch von den Theaterbühnen ist die dramatische Bearbeitung des Stoffes seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts nicht wegzudenken. Mit welchen Tricks Theaterleute arbeiten, um beispielsweise den Fall durch den Kaninchen-Schacht, den Tränensee oder den durchsichtigen Spiegel auf der Bühne umzusetzen und zu welchen unterschiedlichen Lösungen sie kommen, zeigt diese Ausstellung.

Unsere Veranstaltungen

01.01.2012 Das Theatermuseum ist geschlossen.
03.01.2012 Operntreff im Theatermuseum, 16:00 Uhr
"Castor und Pollux" von Jean-Philippe Rameau - Ein Gespräch in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper am Rhein zur aktuellen Produktion. Moderation: Wilfried Schmerbach (Deutsche Oper am Rhein) - Eine Veranstaltung gemeinsam mit den Düsseldorfer Netzwerken und dem Theatermuseum. Eintritt: Euro 3,-.
07.01.2012 Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Das Abenteuer der Sylvesternacht - nach E.T.A. Hoffmann. In der Dunkelheit der Sylvesternacht irrt ein Mann durch die Straßen Berlins. Er begegnet seiner verlorenen Liebe, ein Spiel zwischen Leidenschaft und Wahnsinn nimmt seinen Lauf, dunkle Mächte ergreifen immer mehr von ihm Besitz. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie wohlige Schauer über Ihren Rücken, steigen Sie in die romantisch unheimliche Welt von E.T.A. Hofmann ein! Eine Produktion des Erzähltheaters Achim Brock. Eintritt: Euro 11,-/7,-. Weitere Informationen
08.01.2012 Kindertheater im Theatermuseum, 15:00 Uhr
Vom Fischer und seiner Frau - nach den Gebrüdern Grimm für Kinder ab 5 Jahren. Ein Fischer angelt im Meer einen Butt, den er wieder frei lässt. Als Ilsebill, die Frau des Fischers, das hört, fragt sie ihn, ob er sich denn im Tausch gegen die Freiheit des Fisches nichts von ihm gewünscht habe. Sie drängt ihren Mann, den Butt erneut zu rufen, um sich eine kleine Hütte zu wünschen. Diesen Wunsch erfüllt ihm der Zauberfisch. Doch schon bald ist Ilsebill damit nicht mehr zufrieden. Erneut verlangt sie von ihrem Mann, den Butt an Land zu rufen und einen größeren Wunsch vorzutragen. Eintritt: Euro 7,-. Weitere Informationen
09.01.2012 Studiobühne im Theatermuseum, 11:00 Uhr
Blauer Montag - Gespräch zu einer aktuellen Inszenierung des Düsseldorfer Schauspielhauses. An der Produktion beteiligte Künstler beantworten Fragen aus dem Publikum und diskutieren über die Inszenierung. Eine Veranstaltung des Düsseldorfer Schauspielhauses, der Düsseldorfer Netzwerke und des Theatermuseums. Eintritt frei.
11.01.2012 Ansichtssachen Oper im Theatermuseum, 19:00 Uhr
"Es ist doch ganz unglaublich kleinstädtisch im Rhein-Athen..." Mendelssohn und Immermann - Ein Düsseldorfer Problemverhältnis. Felix Mendelssohn kam erstmals durch Karl Immermann mit Düsseldorf in Berührung und wurde hier - für nur zwei Jahre - Musikdirektor. Sein Weggang lag auch im Bruch mit Immermann begründet. Darum soll ausgiebig vom Verhältnis der beiden ungleichen Männer erzählt werden. Lesungen aus überlieferten Äußerungen übereinander und beider Briefwechsel wollen ein lebendiges Bild der Schwierigkeiten von Theater- und Musikdirektor vermitteln - nicht nur in vergangenen Zeiten... mit Dr. Frank Labussek, Dr. Winrich Meiszies, Achim Brock, Wolfgang Welter. Eine Themenreihe der Deutschen Oper am Rhein und des Theatermuseums Düsseldorf. Eintritt: Euro 5,-.
13.01.2012 Theaterschule im Theatermuseum, 19:00 Uhr
Mitgemacht: Improvisations-Theater zum Ausprobieren - Getreu dem Motto "Mut zum Scheitern" bietet das Theatermuseum einen neuen Impro-Kurs an. Die Teilnehmer erlernen die Grundlagen der Improvisation, die es ihnen ermöglichen selber fantasievolle Geschichten zu erfinden und zu spielen. Sie werden feststellen, wie spannend es ist, mit Status zu spielen, dass Improtheater nur im Team und nicht im Alleingang funktioniert, dass sie an Kreativität und Selbstvertrauen gewinnen, dass sie im Alltag viel lockerer mit unangenehmen Überraschungen umgehen, dass man auch über das eigene "Scheitern" lachen kann, dass sie viel spontaner werden, dass ein Improtheater-Abend eine wunderbarere Möglichkeit ist, nach einer harten Arbeitswoche abzuschalten und gut gelaunt ins Wochenende zu starten. Der Kurs richtet sich an Anfänger und Spieler, die ihre ersten Erfahrungen weiter vertiefen möchten. Eine Veranstaltung des Theatermuseums Düsseldorf in Kooperation mit Phönixallee. 10 x Freitags. Kosten: Euro 140,-/120,- für Schüler und Studenten.
14.+15.01.2012 Studiobühne im Theatermuseum, 20:30 Uhr
Bislang l(i)ebte ich tatsächlich ziellos von Dennis Palmen (Text, Musik, Regie). Zwei Krieger wollen eine Brücke überqueren, der eine nach Osten, der andere nach Westen. An jedem Ufer weist ein Schild darauf hin, dass immer nur eine Person gleichzeitig die Brücke betreten darf, da das wackelige Konstrukt sonst zusammenbricht. Beide Kämpfer wollen als erstes hinüber und beginnen einen Streit darum, wer von ihnen wichtiger, größer, erfahrener und geliebter ist. Mit Pia Schwierz, Marie Jensen, Alexander Wanat, Jennifer Gehring. Filmeinspieler: Leo David Michels, Moritz Schner. Kostüme: Sergio Abajur. Eine Produktion des Looters-Ensembles, entstanden im Rahmen von "Düsseldorf ist ARTig". Eintritt: Euro 10,-/6,-.
15.01.2012

Konzert fällt wegen Krankheit aus!

Podium im Theatermuseum, 17:00 Uhr
Lieder von Sehnsucht und Liebe - Benefizkonzert zugunsten von "vision:teilen" mit Bernhardine Bußmann (Sopran), Thomas Hinz (Klavier) und Ursula Adamski-Störmer (Rezitation). Eintritt frei - Spenden erwünscht. Der Erlös kommt der Armen- und Obdachlosenarbeit der Franziskaner zugute.
20.01.2012 Play it Again im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Kopf oder Zahl - Ent|schei|dung fällen. abwiegen. beschließen. vorteile. konsequenzen. tröte. nachteile. genommen. zu spät. richtig. beeinflussen. über den kopf hinweg. falsch. wirrwarr. aufschieben. rational. schwerwiegend. emotional. partyhut. überflüssig. leicht. fatal. müssen-wollen-dürfen-können. einmalig. persönlich. zirkusclown. gemeinsam. verzweifelt. möglichkeiten. entscheidungsfreiheit. limit. alternativen. zeit. zufall. wahl-qual. ene mene muh. kopf oder zahl? Eine Theaterproduktion entstanden im Rahmen des Ideenwettbewerbs "Düsseldorf ist ARTig" unter der Regie von Patrick Kohn. Eintritt: Euro 5,-/3,50 (für Jugendliche).
21.01.2012 Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Die 11. Impro Tipp Show - Improtheater vom Feinsten in einer aufregenden Atmosphäre und voller Spannung: Das garantiert die Tipp-Show der Phönixallee. Dabei gilt: neues Jahr - neues Glück. Der alte Jackpot wurde geknackt, wir beginnen wieder neu. Bei dieser Show tippen Sie vorab die Anzahl der Punkte, die die Spielerinnen und Spieler an diesem Abend für ihre Szenen erhalten. Durch Ihren Applaus bestimmen Sie die tatsächlichen Punkte, die vergeben werden. Stimmen diese beiden Zahlen überein, braucht es nur noch ein wenig Glück und Sie nehmen den Jackpot mit nach hause. Seien Sie dabei, wenn es auch in diesem Jahr wieder heißt 5-4-3-2-1-los... Eine Veranstaltung der Phönixallee Düsseldorf. Eintritt: Euro 10,-/8,-.
22.01.2012 Faszination Theater, 15:30 Uhr
Führung durch die aktuellen Sonderausstellungen.
Eintritt: Euro 5,- (Museumsführung und -eintritt).
22.01.2012 Studiobühne im Theatermuseum, 17:00 Uhr
Ich wünsche Ihnen Heiterkeit - Aus den Erinnerungen der Witwe Isaak Babels. Antonina Piroschkowa, die Ehefrau von Isaak Babel, erzählt von seiner Art zu leben, von seinen Freunden Ilja Ehrenburg und André Malraux, von seiner Vorliebe für starken Tee u.v.a.m. Nach seiner Verhaftung bemühte sich seine Frau jahrelang vergeblich, Einzelheiten über Babels Schicksal in Erfahrung zu bringen. Erst 1988 erfuhr sie, dass er bereits 1939 hingerichtet worden war. Antonina Piroschkowa hat seit Beginn der Fünfzigerjahre um die Veröffentlichung von Babels Werken im In- und Ausland gekämpft. Ihre Erinnerungen konnten erst 1980 in Moskau erscheinen. Es liest Elisabeth Orth. Eintritt frei.
28.01.2012

Vorstellung findet nicht statt!

Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Ein leichter Schmerz - Theaterstück von Harold Pinter in der Übersetzung von Willy H. Thiem. Das Ehepaar Edward und Flora, unfähig zur Kommunikation, wird durch die geheimnisvolle Gegenwart eines Streichholzverkäufers benuruhigt. Sie holen ihn in ihr Haus, um "der Sache auf den Grund zu gehen". Da der schweigsame Streichholzverkäufer nicht einmal einen unartikulierten Laut von sich gibt, kann er ebenso gut auch nur ein Phantasieprodukt sein. Erleben Sie die erste Aufführung einer neuen Produktion des TheaterLabors TraumGesicht e.V., die über ein Jahr verteilt mehrfach aufgeführt wird. Durch Feedbacks des Publikums auf Fragebögen und die stetige Weiterentwicklung durch das Ensemble verändern sich Interpretation und Ausgestaltung von Aufführung zu Aufführung. Regie: Wolfgang St. Keuter, Kostüme und Masken: Gianni Sarto. Eintritt: Euro 15,-/7,50.
29.01.2012

Aufführungen fallen wegen Krankheit aus!

Kindertheater im Theatermuseum, 11:30 + 15:00 Uhr
Jacobe vom Schlossturm - bleich aber oho! - Puppentheaterstück für Kinder ab 5 Jahren. Hast Du schon gewusst, dass wir hier in der Düsseldorfer Altstadt ein waschechtes Schlossgespenst haben? Im Schlossturm lebte vor über 500 Jahren die schöne Herzogin und Braut Jacobe von Baden. Aber leider fand sie auch genau dort, unter mysteriösen Umständen, ihr Ende. Noch heute ist dieser Turm ihr Zuhause, in dem sie ihr Unwesen und allerhand Schabernack treibt... Bist Du neugierig, warum Jacobe bis heute nicht zur Ruhe gekommen ist? Traust Du Dich "Euer Bleichheit" dabei zu beobachten, wie sie nach allen Regeln der Kunst herumspukt? Eine Produktion der Puppenbühne Bauchkribbeln. Eintritt: Euro 6,-/5,-. Weitere Informationen