Der Kampf ums Düsseldorfer Schauspielhaus

Wie eine Architekturikone entstand - eine Studioausstellung des Theatermuseums, vom 27. Januar bis 4. Juni 2017

 

Die Gründung des "Düsseldorfer Schauspielhauses" geht auf Gustaf Gründgens zurück. Durch seine Initiative wurde die Sparte Schauspiel 1951 aus dem Verband der "Städtischen Bühnen" gelöst und zur "Neuen Schauspiel GmbH" umgewandelt. Gesellschafter waren die Stadt Düsseldorf, das Land NRW und anfänglich auch noch der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Seinem Nachfolger Karl Heinz Stroux legte er ans Herz, für einen funktionalen wie repräsentativen Neubau zu kämpfen. 1959 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Aus den 58 eingereichten Beiträgen gingen die von Richard Neutra, E.F. Brockmann und Bernhard Pfau als Favoriten hervor. Der Entwurf von Pfau für den Gustaf-Gründgens-Platz sollte sich schließlich durchsetzen. 1965 erfolgte die Grundsteinlegung, 1970 wurde das Haus – begleitet von heftigen Protesten der rebellierenden Studenten – mit Büchners „Danton’s Tod“ eröffnet.

Mit Fotos, Videos, Zeitzeugenberichten und Pressebeiträgen aus den Beständen des Theatermuseums dokumentiert die Studioausstellung die Entstehungsgeschichte dieses Meilensteins der internationalen Theaterarchitektur, die heute als Stilikone der Moderne gilt.

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Unsere Veranstaltungen

07.+08.01.2017 Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Scherben von Arthur Miller. In diesem Stück zeichnet Miller facettenreiche, komplexe Persönlichkeiten nach, welche durch Verfolgung und Emigration über Generationen hinweg beeinflusst wurden. Die Protagonisten leben in einer Gesellschaft, die auch durch das Phänomen des Antisemitismus geprägt ist. Die Nazidiktatur und die Verfolgung der Juden in Europa lösen bei den Betroffenen eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität aus. Das ist der Ausgangspunkt der Inszenierung. In einem Bericht als Prolog geht es um Terror, der sich gegen ein friedliches Zusammenleben richtet und eine Dynamik in Gang setzt, die nicht mehr beherrschbar scheint. Es ist nicht nur der Terror der Waffen, sondern auch der Terror der Worte, welcher uns in unserem freien und selbstbestimmten Leben einzuschränken droht und uns einschüchtern will. Eine Produktion von rimon productions. Eintritt: Euro 17:00/9,00. Informationen zur Produktion auf Facebook.
10.01.2017 Operntreff im Theatermuseum, 16:00 Uhr
Don Carlo von Giuseppe Verdi. Gespräch zu der aktuellen Produktion an der Deutschen Oper am Rhein. Moderation: Wilfried Schmerbach (Deutsche Oper am Rhein). Eine Veranstaltung der Deutschen Oper am Rhein, der Düsseldorfer Netzwerke und des Theatermuseums. Eintritt: Euro 3,00.
14.01.2017 Studiobühne im Theatermuseum, 16:30 Uhr
Rotkäppchen / Die Bremer Stadtmusikanten - Zwei Schattentheaterstücke nach den Gebrüdern Grimm für Kinder ab 4 Jahren mit Friedrich Raad. Großes Vertrauen hat die Mutter in ihr Kind, als sie das Rotkäppchen allein durch den Wald zum Haus der Großmutter schickt. Denn im Wald lauert der böse Wolf, der dem Rotkäppchen die schönen Blumen abseits des Weges zeigt, während das Mädchen immer tiefer in den Wald gerät ... Lange Jahre trug der Esel unverdrossen die Säcke zur Mühle, der Hund war seinem Herrn immer ein treuer Begleiter auf der Jagd, die Katze hielt das Haus von Mäusen frei, jeden Morgen begrüßte der Hahn freudig die Sonne und weckte die Bauersleute. Nun sind die Tiere alt und ihre Besitzer wollen ihnen ihre treue Dienste schlecht belohnen: Doch gemeinsam sind die alten Tiere noch immer stark. Mit List und Witz, ihrer Musik und ihren Schatten machen sich die Bremer Stadtmusikanten auf den Weg. Eine Produktion des Theaters der Dämmerung. Eintritt: Euro 8,00/6,00.
14.01.2017 Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Der kleine Prinz - Schattentheater mit Friedrich Raad nach Antoine de Saint-Exupéry. Die Inszenierung des Theaters der Dämmerung stellt in Antoine de Saint- Exupéry‘s moderner märchenhafter Erzählung den kleinen Prinzen in den Mittelpunkt. Die Essenz, die kostbare Kerngeschichte vom Leben dieses feinfühligen Menschenkindes wird freigelegt und sichtbar. Hinzu kommen die Bühnenbilder und Scherenschnittfiguren, entworfen von dem Stuttgarter Künstler Roland-Karl Metzger und dem Hamburger Grafikdesigner Wanja Kilber. Der Schauspieler Friedrich Raad agiert dabei sowohl vor als auch hinter der Schattenbühne. Eine Produktion des Theaters der Dämmerung. Eintritt: Euro 15,00/10,00.
15.01.2017Faszination Theater, 15:30 Uhr
Schauplätze – Theater in der Stadt: Der Theaterwissenschaftler Frank Labussek macht die Besucher mit der Theatergeschichte der eigenen Stadt bekannt und führt in seinem Lichtbildervortrag zu den bekannten und unbekannten Schauplätzen. Eintritt: Euro 5,00/3,00 (frei für Mitglieder des Freundeskreises)
20.01.2017Play it Again-Theaterfreitag im Theatermuseum, 19:00 Uhr
Unter Feuer - Ein Theaterstück zum Thema Gewalt unter Mädchen. Die Klasse 6A des Shirin Ebadi Mädchengymnasiums in Düsseldorf bekommt eine neue Schülerin! Aufgeschlossen und vorfreudig erwarten alle Mädchen die neue Klassenkameradin Sophie. Bereits an ihrem ersten Tag ist sie distanzlos und verletzend. Die Klasse reagiert erst zurückhaltend bis hilflos, als die Mädchen aber feststellen, dass sie als Gruppe wesentlich stärker sind, beginnen sie eine schreckliche Gegenoffensive. Den schmalen Grad der Verhältnismäßigkeit verlassen die Mädchen dabei leider sehr schnell und so führt der Konflikt zu einer furchtbaren Eskalation. Die künstlerische Leitung hat hierbei Ronnie Wellnitz, der als Regisseur und Dozent für Gewaltprävention, gemeinsam mit Theaterpädagogin Mara Budzisch die Bereiche Gewaltprävention und Theaterpädagogik miteinander verbindet. Eine Produktion von Impulz Theaterprojekte. Eintritt: Euro 8,00/5,00.
21.01.2017Studiobühne im Theatermuseum, 19:30 Uhr
Die Impro-Show - Improvisationstheater mit der Phönixallee. Das Improvisationstheater Phönixallee spielt wieder seine traditionsreiche, anarchisch-beliebte Impro-Tipp-Show im Theatermuseum. Bei diesem Theaterabend ohne Drehbuch und Requisiten entsteht alles nach den Vorgaben des Publikums. Es werden neun Szenen gespielt, jede wird von den Zuschauern bewertet. Wer vor der Show richtig tippt, welche Punktzahl am Ende des Abends erreicht wird, kann den Jackpot mit reichlich Bargeld gewinnen. Bis dahin ist "Lachen und Staunen" das Motto des Abends. Eine Produktion der Phönixallee. Eintritt: Euro 10,00/8,00.
22.01.2017Studiobühne im Theatermuseum, 16:00 Uhr
Kalif Storch - Ein Märchen von Wilhelm Hauff für Kinder ab 5 Jahren (in russischer Sprache). Kalif Chasid ist der Herrscher über Bagdad, nicht gerade einer der Schlausten und wird deshalb leicht Opfer böser Menschen. Der Zauberer Kaschnur und sein Sohn Mirza wissen das und machen sich seine Neugier zunutze. Ein Zauberpulver, mit dem man sich in jedes beliebige Tier verwandeln kann, soll den Kalifen beseitigen, und für Kaschnur und Mirza den Weg zur Herrschaft über Bagdad frei machen. Zunächst gehen ihre Wünsche in Erfüllung. Chasid und sein Wesir Mansor probieren das Zaubermittel und verwandeln sich in Störche. Leider vergessen sie das Zauberwort zur Rückverwandlung in ihre menschliche Gestalt. Ein trauriges Leben scheint ihnen bevorzustehen, doch unerwartet finden sie Hilfe ... Eine Produktion von Nasch Theater. Eintritt: Euro 15,00/12,00.
26.01.2017Ausstellungseröffnung im Theatermuseum, 19:00 Uhr
Der Kampf ums Düsseldorfer Schauspielhaus. Wie eine Architekturikone entstand - Studioausstellung. Eintritt frei.
27.-29.01.2017Studiobühne im Theatermuseum, 20:00 Uhr
Fear of Flying. Aviophobie oder Flugangst ist die krankhafte Angst vor dem Fliegen. Die Symptome der Aviophobie können mehrere Tage vor einer Flugreise auftreten, aber auch kurz vor dem Flug, z. B. am Flugsteig oder im Flugzeug. Die Looters nehmen das Publikum auf einen Flug mit, der verschiedene Stationen des Lebens, unterschiedliche Charaktere, Musik und Videoeinspieler beinhaltet. Text, Komposition und Regie: Dennis Palmen. Eine Produktion des Looters e.V. Eintritt: Euro 12,00/8,00.
29.01.2017 Kindertheater im Theatermuseum, 11:30 + 15:00 Uhr
Dreimal Schwarzer Kater. Ein Puppentheaterstück für Kinder ab 3 Jahren. Beim Kaspar zuhause ist nicht nur der Kater schwarz – auch die Stimmung ist düster, denn er und sein pelziger Freund haben ziemlich Zoff miteinander! Mal wieder sind die beiden sich uneinig über die gemeinsame Freizeitgestaltung, das Mittagessen… Überhaupt hat der Schnurrbert, wie meistens, den halben Tag verschlafen und dem Frühaufsteher Kasper dabei auch noch sein Lieblingskissen vollgehaart! Jetzt hat der Kasper echt die Knubbelnase voll und wünscht sich einen passenderen Spielkameraden! Eine Produktion der Puppenbühne Bauchkribbeln. Eintritt: Euro 7,00/6,00.