Begrünte Flächen schaffen kleine Oasen am Haus

| Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz News

Umweltdezernent Jochen Kral hat gemeinsam mit der Gartenexpertin Melanie Unterberg (l.), WDR-Lokalzeit, Nachhaltigkeitsmanagerin Marita Krüssel, Investor Relations und Nachhaltigkeit bei der Provinzial, und Renate Böhm (r.), Vorsitzende Verein pro Düsseldorf, die Entsiegelungsaktion vorgestellt. Copyright: Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

Ziel der Entsiegelungsaktion "Grau raus, Grün rein" ist es, gepflasterte Flächen im Stadtgebiet zu reduzieren und zu bepflanzen. Copyright: Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

Melanie Unterberg empfiehlt die Förderung "Grau raus, Grün rein"

Die Landeshauptstadt Düsseldorf fördert seit dem 24. März 2026 wieder über den Wettbewerb "Grau raus, Grün rein" die Entsiegelung von Flächen bei Kleinbetrieben und Privatpersonen. Ziel der Aktion ist es, versiegelte Flächen wie Innenhöfe, Terrassen, Vorgärten oder Gartenwege zu reduzieren und stattdessen neue Grünflächen zu schaffen. Damit soll ein Beitrag zur Klimaanpassung, zur Förderung der Biodiversität und zu einer höheren Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet geleistet werden.

Die diesjährige Aktion ist Teil eines gemeinsamen Städtewettbewerbs der Städte Bonn, Düsseldorf und Köln. Bis Ende Oktober werden die entsiegelten Flächen erfasst. Die Stadt mit der größten entsiegelten Fläche pro Einwohnerin und Einwohner gewinnt die "Goldene Gießkanne" als Trophäe. Derzeit belegt Düsseldorf mit 0,73 Quadratmetern entsiegelter Fläche je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner den zweiten Platz hinter Bonn (0,95 Quadratmeter). Köln kommt aktuell auf 0,24 Quadratmeter. Jede neu entsiegelte Fläche verbessert damit nicht nur das Stadtklima, sondern stärkt zugleich Düsseldorfs Position im Städtewettbewerb.

Bürgerinnen und Bürger sowie kleinere Unternehmen, die bei der Aktion "Grau raus, Grün rein" mitmachen, beteiligen sich automatisch am Wettbewerb. Jede entsiegelte und neu begrünte Fläche wird dabei für Düsseldorf gewertet und stärkt die Position der Landeshauptstadt im Wettbewerb.

Melanie Unterberg (www.garten-unterberg.de), bekannte Gartenexpertin vom WDR aus der Lokalzeit Düsseldorf, unterstützt die Aktion "Grau raus, Grün rein" aus voller Überzeugung. "Als staatlich geprüfte Gartenbautechnikerin schaffe ich seit fast 30 Jahren grüne Oasen, die einen wertvollen Beitrag zur Klimaanpassung und Biodiversität leisten. Mit meiner Erfahrung und dem Wissen über die positiven Effekte der Beseitigung von Beton, Pflaster und Fliesen, möchte ich dazu motivieren, diese durch Entsiegelung und Neubepflanzung selbst zu erleben. Als Partnerin der Initiative 'Düsseldorf entsiegelt' liegt mir die klimagerechte Gestaltung unserer Stadt besonders am Herzen. Gemeinsam machen wir Schluss mit unnötigem Beton: Ich empfehle versiegelte Flächen auf dem eigenen Grundstück fachgerecht rückzubauen und in lebendige, grüne Oasen zu verwandeln. So schaffen wir Raum für Versickerung, artgerechte Bepflanzung und ein besseres Klima direkt vor Ihrer Haustür. Genießen Sie das frische Grün mit allen Sinnen!"

Versiegelte Flächen heizen sich insbesondere an heißen Sommertagen stark auf und tragen zur Bildung von Hitzeinseln bei. Begrünte Flächen hingegen wirken durch Verdunstung wie natürliche Klimaanlagen, fördern die Versickerung von Regenwasser und schaffen Lebensräume für Insekten und andere Tiere.

Umweltdezernent Jochen Kral pflichtet Melanie Unterberg bei: "Die aktuelle Hitzewelle so früh im Jahr zeigt erneut, wie wichtig grüne Areale in der Stadt für die Bürgerinnen und Bürger und das Stadtklima sind. Praktisch etwas gegen das Übermaß an Hitze zu tun heißt, Innenhöfe, Terrassen und Vorgärten zu begrünen. Jede entsiegelte und mit Pflanzen belebte Fläche leistet einen Beitrag zu einem besseren Klima und erhöht vor allem die Aufenthaltsqualität vor Ort."

Für die Begrünung der neu geschaffenen Flächen können Düsseldorferinnen und Düsseldorfer zudem kostenfrei hochwertigen Düsseldorfer Kompost nutzen. Die Küchen- und Gartenabfälle aus der Biotonne sowie aus der Grünschnittsammlung werden in der Kompostierungsanlage der KDM GmbH zu einem gütegesicherten Bodenverbesserer verarbeitet. Der Kompost kann kostenlos auf den Recyclinghöfen in Flingern und Lohausen sowie an den Kompostierungsanlagen in Düsseldorf-Hamm und Ratingen abgeholt werden. Für losen Kompost sollten geeignete Behälter und eine Schaufel mitgebracht werden.

"Mit 25 Euro pro Quadratmeter unterstützt die Stadt im Förderprogramm 'Dach-, Fassaden-, Innenhofbegrünung',  in der Rubrik 'Grau raus, Grün rein' die Entsiegelung von Flächen", ergänzt der Umweltamtsleiter Stefan Ferber. 

Die Förderung beträgt 25 Euro pro Quadratmeter entsiegelter Fläche und kann ab einer Mindestfläche von fünf Quadratmetern beantragt werden. Auch ohne Förderantrag können entsiegelte Flächen für den Städtewettbewerb gemeldet werden. Hierfür genügt eine kurze Fotodokumentation der Fläche vor und nach der Umgestaltung inklusive Angabe der Flächengröße.

Förderanträge können über das digitale Antragsportal gestellt werden: https://foerderung.duesseldorf.de/

Weitere Informationen, gute Praxisbeispiele sowie die aktuelle Entsiegelungsrangliste des Städtewettbewerbs sind unter www.duesseldorf-entsiegelt.de abrufbar.

Fotos zum Download und zur redaktionellen Verwendung unter https://duesseldorf.canto.de/b/LLDVH.