Kommunaler Wärmeplan der Stadt Düsseldorf liegt vor

| Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz News

Beschluss durch den Stadtrat am 18. Juni vorgesehen

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat den Entwurf ihres Kommunalen Wärmeplans fertiggestellt. Die Vorberatung der Ergebnisse erfolgte am 18. Mai 2026 im Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz. Der Beschluss durch den Rat ist für den 18. Juni 2026 vorgesehen.

Aktuell entfallen in Düsseldorf rund 92 Prozent der Endenergie im Wärmebereich auf fossile Energieträger, insbesondere auf Erdgas. Nach Vorgabe des Bundes muss bis 2045 eine Transformation hin zu klimafreundlichen Beheizungs-Alternativen erfolgen.

Um dieses Ziel zu erreichen, startete die Landeshauptstadt Düsseldorf Anfang 2024 mit der Kommunalen Wärmeplanung. Der nun vorliegende Kommunale Wärmeplan zeigt Strategien und Maßnahmen für eine wirtschaftliche, zukunftssichere und umweltfreundliche Wärmeversorgung in Düsseldorf auf. Gleichzeitig soll die Planung einen wichtigen Beitrag zum Ziel der Klimaneutralität bis 2035 leisten.

Um dieses Ziel zu erreichen, startete die Landeshauptstadt Düsseldorf Anfang 2024 mit der Kommunalen Wärmeplanung. Der nun vorliegende Entwurf zeigt Strategien und Maßnahmen für eine wirtschaftliche, zukunftssichere und klimafreundliche Wärmeversorgung in Düsseldorf auf. Gleichzeitig soll die Planung einen wichtigen Beitrag zum Ziel der Klimaneutralität bis 2035 leisten.

"Mit dem Kommunalen Wärmeplan schaffen wir eine wichtige Grundlage für die klimaneutrale Wärmeversorgung der Zukunft. Gleichzeitig sorgen wir für mehr Planungssicherheit für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen", erklärt Jochen Kral, Beigeordneter für Umwelt. "Der Wärmeplan zeigt auf, welche klimafreundlichen Versorgungsoptionen perspektivisch in den einzelnen Stadtteilen möglich und sinnvoll sind."

"Der Kommunale Wärmeplan gibt erstmals einen gesamtstädtischen Überblick über mögliche Entwicklungen der Wärmeversorgung in Düsseldorf", erläutert Stefan Ferber, Leiter des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz. "Wichtig ist uns dabei die Botschaft, dass aus dem Wärmeplan keine unmittelbaren Verpflichtungen für Eigentümerinnen und Eigentümer entstehen. Vielmehr bietet er eine verlässliche Basis für künftige Abwägungen und individuelle Entscheidungen."

Alle deutschen Großstädte sind gesetzlich verpflichtet, ihre Kommunale Wärmeplanung bis spätestens 30. Juni 2026 abzuschließen. Dazu zählen neben der Erstellung des Abschlussberichts auch der Beschluss durch den Rat sowie dessen Veröffentlichung im Internet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Ratssitzung als Besucherinnen und Besucher vor Ort verfolgen. Die Sitzung beginnt um 14 Uhr im Plenarsaal des Rathauses, Marktplatz 2. Alternativ kann sie im Livestream auf der Internetseite der Landeshauptstadt Düsseldorf verfolgt werden. Der Livestream ist über den folgenden Link erreichbar: https://www.duesseldorf.de/rat/live

Hintergrund zur Kommunalen Wärmeplanung
Im Rahmen einer Bestands- und Potenzialanalyse wurde das Düsseldorfer Stadtgebiet anhand energiewirtschaftlicher und infrastruktureller Kriterien in 93 Zonen unterteilt. Für jede Zone wurde die Eignung verschiedener Wärmeversorgungsarten sowie mögliche Sanierungspotenziale analysiert.

Berücksichtigt wurden dabei unter anderem sozioökonomische Faktoren wie Eigentumsstrukturen und Kaufkraft. Die Erhebung und Auswertung der Daten erfolgte unter strikter Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben. Die Ergebnisse wurden aggregiert auf Baublockebene ausgewertet.

Das entwickelte Zielszenario für das Jahr 2045 sieht den verstärkten Ausbau und die Verdichtung des Fernwärmenetzes in Teilen der Innenstadt vor. In anderen Stadtteilen sollen dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen oder kleine Wärmenetze eine wichtige Rolle übernehmen.

Bei der Durchführung der Kommunalen Wärmeplanung hat Düsseldorf von Beginn an auf einen partizipativen Ansatz gesetzt und die gesamte Stadtgesellschaft kontinuierlich in den Planungsprozess eingebunden. Zuletzt wurde der Planungsentwurf vom 19. Dezember 2025 bis zum 30. Januar 2026 offengelegt. Interessierte konnten sich in diesem Zeitraum informieren und Stellungnahmen abgeben.

Weitere Informationen sowie häufig gestellte Fragen zur Kommunalen Wärmeplanung sind unter www.duesseldorf.de/waermeplanung abrufbar. In den FAQ werden die Bedeutung der Planung erläutert, Informations- und Unterstützungsangebote vorgestellt sowie weitere Fragen beantwortet.