EKJS - Landeshauptstadt Düsseldorf

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Ziel des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (EKJS) ist es, junge Menschen frühzeitig zu stärken, sie vor Gefährdungen zu schützen und ihre gesunde Entwicklung zu fördern. Das präventive Angebot wird in Düsseldorf nach den gesetzlichen Vorgaben (§ 14 SGB VIII) im Amt für Soziales und Jugend umgesetzt.

Der EKJS ist eine Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern sowie pädagogische Fachkräfte und berät zu den folgenden Themen.

Themenfelder

Gesundheitsförderung

Im Mittelpunkt der Gesundheitsförderung steht das gesunde Aufwachsen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dabei werden verschiedene Themenbereiche berücksichtigt, wie zum Beispiel Ernährung, Bewegung, psychisches Wohlbefinden und der Umgang mit Stress.

Die angebotenen Projekte und evaluierten Programme sind vielfältig. Dazu zählen Projekte im Schulunterricht, in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Veranstaltungen und Schulungen für Fachkräfte. Ziel dieser Maßnahmen ist es, gesundheitsgerechte Angebote und Strukturen bekannt zu machen und Hilfestellungen zu geben, damit diese nachhaltig in den Alltag junger Menschen verankert werden können.

Programme im Überblick

FreizeitFit4Kids
Förderung gesunder Freizeitgestaltung mit Fokus auf Bewegung und Ernährung

GutDrauf
Ein Programm der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Förderung von Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung

Klasse2000
Präventionsprogramm für Grundschulen zur Stärkung von Gesundheitsbewusstsein und Lebenskompetenzen.

Demokratie stärken

Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ werden Projekte und einzelne Aktionen unterstützt, die zu einem respektvollen und vielfältigen Miteinander beitragen. Ziel ist es, demokratische Werte zu fördern und Radikalisierung sowie gesellschaftlicher Polarisierung entgegenzuwirken.

Gefördert werden Projekte, Veranstaltungen und Aktionen zu den Themen

  • Toleranz
  • Vielfalt
  • Rassismus
  • Diskriminierung
  • Empowerment
  • Extremismus und
  • Frieden

Weitere Informationen sind unter Demokratie leben! abrufbar.

Gewaltprävention

Ziel gewaltpräventiver Maßnahmen ist es, junge Menschen dabei zu unterstützen, Konflikte konstruktiv und ohne Gewalt zu lösen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung sozialer Kompetenzen und die kritische Auseinandersetzung mit Vorurteilen.

Der EKJS koordiniert und fördert Projekte sowie Fortbildungen, die sich mit verschiedenen Formen von Gewalt beschäftigen. Dazu zählen Diskriminierung, körperliche, psychische, sexualisierte und digitale Gewalt.

Sexuelle Bildung

Sexuelle Bildung schafft Grundlagen für eine aufgeklärte, inklusive und selbstbestimmte Sexualkultur. Sie stärkt sexuelle Rechte und trägt zum Abbau von Diskriminierung bei.

Als Teil eines gelingenden Aufwachsens vermittelt sie altersgerechtes Wissen über den Körper, Verhütung, Schwangerschaft und sexuell übertragbare Infektionen. Darüber hinaus bietet sie Raum für Themen wie Prävention sexualisierter Gewalt, Geschlechtervielfalt und sexuelle Orientierung.

Im Fokus des EKJS stehen die Förderung eines positiven Körpergefühls, die Entwicklung einer selbstbestimmten sexuellen Identität sowie die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen.

Suchtprävention

In Kooperation mit verschiedenen Partner*innen werden Projekte und Fortbildungen angeboten, die über Risiken und Gefahren sowohl des stoffgebundenen als auch des nicht-stoffgebundenen Konsums informieren.
Ziel im EKJS ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für körperliche und psychische Auswirkungen zu sensibilisieren und ihre Fähigkeit zu stärken, selbstbestimmte und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Weitere Informationen: Düsseldorfer Suchtprävention

Allgemeiner Jugendschutz

Der allgemeine Jugendschutz umfasst gesetzliche Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit. Dazu gehören unter anderem Bestimmungen zum Verkauf und Konsum von Tabak, E-Zigaretten, Shishas, Alkohol sowie zum Aufenthalt in Diskotheken und Clubs. Auch Altersfreigaben für Filme, Video- und Computerspiele sind Teil der gesetzlichen Vorgaben. Zu diesen Themen berät der EKJS Familien und Jugendliche.

Weitere Informationen bietet das Ordnungsamt.

Jugendarbeitsschutz

Das Jugendarbeitsschutzgesetz und die Kinderarbeitsschutzverordnung regeln, ob, wann und wie lange Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen. Ziel ist der Schutz vor Überforderung, gesundheitlichen Risiken und Gefahren am Arbeitsplatz.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW hat auf seinen Internetseiten weitere Informationen hinterlegt.

Bei Theatervorstellungen, Musikaufführungen, Werbeveranstaltungen und anderen Produktionen, kann die zuständige Arbeitsschutzbehörde unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme bewilligen. Der EKJS bearbeitet hierzu die erforderliche Stellungnahme.

Auch dazu hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW weitere Informationen.

Der EKJS berät Familien und Jugendliche zum Jugendarbeitsschutz.

Medienschutz

Die Digitalisierung verändert unseren Alltag. Soziale Medien, Künstliche Intelligenz (KI) und Anwendungen wie ChatGPT sind längst Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Damit wachsen Chancen – aber auch Risiken.
Der Erzieherische Kinder- und Jugendschutz unterstützt mit Projekten und Fortbildungen, die Wissen vermitteln und Orientierung bieten. Ziel ist es, über aktuelle Entwicklungen zu informieren, digitale Kompetenzen zu stärken und gemeinsam Wege zu finden, wie Chancen genutzt und Risiken verantwortungsvoll begegnet werden kann.

Weitere Informationen

FLIMMO - Elternratgeber für TV, Streaming & YouTube

Internet-ABC

Medien kindersicher - Technischer Jugendmedienschutz

klicksafe.de - Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz

Elternratgeber SCHAU HIN! - Was Dein Kind mit Medien macht

JUUUPORT e. V. - Hilfe bei Cybermobbing & anderen Online-Problemen

Elterntalk

Elterntalk NRW ist ein praxisnahes und leicht zugängliches Präventionsangebot für alle Eltern. Im Mittelpunkt steht der offene Austausch über Erziehungsfragen – von Eltern für Eltern. Das Projekt schafft einen geschützten Raum für Begegnung, gegenseitige Unterstützung und wertschätzende Gespräche. Hier finden Eltern Zeit, ihre Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.

Weitere Informationen: Elterntalk NRW

Kontakt

  • Amt für Soziales und Jugend
    Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
    Willi-Becker-Allee 7
    40227 Düsseldorf
  • barrierefreier Eingang mit Rampe, Aufzug, taktile Leitlinien, Behinderten-WC, Behindertenparkplatz, Still- und Wickelraum

  • Gesundheitsförderung, Suchprävention, Elterntalk0211 89-22019
  • Demokratie leben, Medienschutz0211 89-23077
  • Allgemeiner Jugendschutz, Jugendarbeitschutz
    Montag und Donnerstag
    0211 89-95142
  • Gewaltprävention, Sexuelle Bildung0211 89-23835