Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth

  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Frontansicht Foto: Amt für Gebäudemanagement
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Frontansicht Foto: Melanie Zanin
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Frontansicht Foto: Amt für Gebäudemanagement
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Schriftzug Frontseite Foto: Melanie Zanin
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Frontansicht Foto: Melanie Zanin
  • Für die Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr ist im Obergeschoss ein großer Schulungsraum eingerichtet. Foto: Melanie Zanin
  • Das begrünte Dach, das in Teilen auch mit Photovoltaik ausgestattet ist. Foto: Melanie Zanin
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Rückansicht Foto: Amt für Gebäudemanagement
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Frontansicht Foto: Amt für Gebäudemanagement
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Rückansicht Foto: Amt für Gebäudemanagement
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Fassadenquartier Foto: Amt für Gebäudemanagement
  • Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth, Frontansicht Foto: Amt für Gebäudemanagement

Am Standort An Sankt Swidbert / Niederrheinstraße ist ein richtungsweisender und nachhaltiger Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Kaiserswerth entstanden. Das Amt für Gebäudemanagement setzte bei Planung und Umsetzung auf höchste Bauqualität und maximal nachhaltige Standards.

Der Neubau berücksichtigt auf drei Ebenen eine Fahrzeughalle für fünf Einsatzfahrzeuge, geschlechterspezifische Umkleide- und Waschräume für die Einsatzkräfte sowie einen modernen Schulungsraum für die Jugendfeuerwehr. Für anrückende Einsatzkräfte stehen 20 eigens ausgewiesene Stellplätze zur Verfügung, die räumlich von den öffentlichen Parkplätzen getrennt sind. Angesichts der Lage im Hochwasserrisikogebiet und der nicht tragfähigen Bodenbeschaffenheit musste das Gebäude auf Bohrpfählen gegründet werden. Das Untergeschoss wurde als wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion, als sogenannte weiße Wanne, ausgeführt.

Nachhaltiges Bauen als Vorbild

Die Feuerwache Kaiserswerth ist ein richtungsweisendes Leuchtturmprojekt zum Nachhaltigen Bauen. Dank der digitalen Planungsmethode Building Information Modeling konnten CO₂-Einsparpotenziale frühzeitig erkannt und umgesetzt werden. Im Vergleich zu konventionellen Bauweisen spart das neue Holzhybrid-Gebäude rund 800 Tonnen CO₂ über den Lebenszyklus des Gebäudes ein. Es ist das erste Feuerwehrgebäude dieser Art in Düsseldorf und soll mit dem DGNB-Zertifikat in Platin ausgezeichnet werden – das Vorzertifikat dazu wurde bereits bestätigt (Stand: Juli 2025). Nach dem "Cradle to Cradle"-Prinzip konzipiert, lassen sich die verbauten Materialien später wieder dem Stoffkreislauf zuführen. Zu den weiteren ökologischen Aspekten zählen der CO₂-optimierte Beton sowie die recyclingfähigen Dämmstoffe. Die Dach- und Fassadenbegrünung eignet sich als Brutstätte für Vögel. Die Fassade aus wiederverwendetem Klinker unterstreicht den Nachhaltigkeitsgedanken und steht im Einklang mit dem denkmalgeschützten Ortskern. Großformatige Glaselemente sorgen für Leichtigkeit und Transparenz. Eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher deckt künftig einen Großteil des Eigenstrombedarfs. Überschüssige Energie wird entweder innerhalb des städtischen Gebäudebestands genutzt oder ins Netz eingespeist.

Investition in die Zukunft

Die Gesamtkosten des Bauprojekts betrugen rund 12,5 Millionen Euro. Mit dem Neubau stärkt die Landeshauptstadt Düsseldorf nachhaltig den Brandschutz in Kaiserswerth – und setzt zugleich ein starkes Zeichen für moderne, klimafreundliche Infrastrukturprojekte.