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Vortrag Sexualisierte Kriegsgewalt verstehen: Trauma, Schweigen und gesellschaftliche Verantwortung

Vortrag Sexualisierte Kriegsgewalt verstehen: Trauma, Schweigen und gesellschaftliche Verantwortung

Donnerstag, 26. November 2026, 18 bis 19.30 Uhr, online

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen beleuchtet dieses online-Gespräch mit Pia Frohwein, Soziologin und Trauma-Fachreferentin bei medica mondiale e.V., die oft unsichtbaren Folgen sexualisierter Kriegsgewalt für Betroffene, Familien und ganze Gesellschaften. Sexualisierte Gewalt ist kein zufälliges Begleitphänomen von Kriegen, sondern wird vielfach gezielt als Mittel der Machtausübung, Einschüchterung und Zerstörung sozialer Gemeinschaften eingesetzt. Auch endet sexualisierte Gewalt nicht mit dem Kriegsgeschehen – warum ist das so? Warum reichen die Auswirkungen von Krieg weit über das eigentliche Konfliktgeschehen hinaus? Welche psychosozialen und gesellschaftlichen Folgen haben traumatische Gewalterfahrungen? Welche Bedeutung hat soziale Unterstützung für die Verarbeitung von Gewalt? Wir wollen uns auch fragen, welche kollektiven und transgenerationalen Folgen Traumatisierungen haben können sowie, warum gesellschaftliches Schweigen zusätzliches Leid verursachen kann. Gemeinsam werfen wir einen Blick darauf, welche Verantwortung Stadtgesellschaften, Institutionen und jede einzelne Person von uns im Umgang mit Überlebenden sexualisierter Gewalt tragen, um zu verstehen, was wir tun und wo wir ansetzen können.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Was hat sexualisierte Kriegsgewalt mit unserem Alltag, unserem Zusammenleben und unserer gesellschaftlichen Verantwortung zu tun? Das Gespräch wird von der Journalistin Katharina Peetz moderiert.

Pia Frohwein ist seit 2017 Fachreferentin für Trauma-Arbeit bei medica mondiale e.V.. Der Fokus ihrer Arbeit sind Konzeptentwicklung und Fachberatung rund um die Themen Trauma und sexualisierte Gewalt sowie andere verschränkte Formen der Diskriminierung (Intersektionalität), Machtsensibilität, Umgang mit Vergangenheit sowie kollektive Formen von Erinnerung und Gedächtnis. Ihre Leidenschaft gilt der Frage, wie wir Verbindung und Verbundenheit auf verschiedenen Ebenen stärken können, um Gerechtigkeit für alle näher zu kommen.

Katharina Peetz ist freie Journalistin mit Schwerpunkt auf Internationale Politik. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich unter anderem mit feministischer Außenpolitik sowie sexualisierter Gewalt in heutigen und früheren Konflikten. Sie arbeitet überwiegend als Moderatorin und Autorin für den Deutschlandfunk.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis zum 18. November für die Veranstaltung an unter:
beteiligung.nrw.de/k/1032044