Das Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf zeigt unter dem Motto Papiertheater als Gesamtkunstwerk vom 2. April bis zum 30 Mai 2004 eine Ausstellung anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Künstlergruppe Kölner Kästchentreffen.
Das Papiertheater ist ein vornehmlich europäisches Phänomen des 19. Jahrhunderts und Spiegel dieser Zeit. Zwischen den Weltkriegen verschwindet es auf den Speichern der Familien und scheint in Vergessenheit zu geraten.
Doch eine Kölner Gruppe junger Maler, Bühnenbildner, Objektkünstler, Autoren, Kinderbuch-Illustratoren und Regisseuren hat es sich zu Aufgabe macht, dagegen anzugehen. Theo Kerp, Gerd Kuck, Barbara Räderscheidt, Herbert Rosner, Heribert Schulmeyer, Joachim Wolff und Max Zimmermann bilden gemeinsam die Gruppe des Kölner Kästchentreffens. Seit nunmehr zwanzig Jahren entwirft die Gruppe ihre eigenen Papiertheater und macht das Spiel auf ihnen zu einem Gesamtkunstwerk. Mit Musik, verschiedensten Materialien und Objekten sowie nostalgischen wie avantgardistischen Inhalten verbleiben die Künstler nicht in der Guckkastenbühne sondern erweitern die traditionelle Kunstform des Papiertheaters zu einer besonders reizvollen Form des Objekttheaters. Ob parodierendes Entertainment oder mahnende und meditierende Poesie, diese Kunsterlebnisse begeistern und faszinieren.
In der Ausstellung zu sehen sein werden neben bis zu 10 Papiertheatern auch andere Objekte der einzelnen Künstler, die Einblick in die Ästhetik und Programmatik des Kölner Kästchentreffens geben.
Doch Theater darf nicht nur betrachtet, sondern muss auch erlebt werden. Deswegen spielten die Künstler im Rahmen der Düsseldorfer Museumsnacht am 8. Mai auf ihren Bühnen. Eine weitere Aufführung fand am 21. Mai statt.