Auswertung der Mitwirkung am Lärmaktionsplan Düsseldorf II

Auswertung der Mitwirkung am Lärmaktionsplan Düsseldorf II

Die Beteiligung zur Lärmaktionsplanung in Düsseldorf in der Zeit vom 9. Januar bis 5. Februar 2017 fand folgende Resonanz:

Seitenaufrufe Lärmaktionsplan Düsseldorf:insgesamt ca. 5.000
Aufrufe des online-Tools:1.662
Ausgefüllte Fragebögen: 728davon verwertbar:691
Parallel zugegangene E-Mails:55
Einsichtnahme des LAP II im Umweltamt:16 Personen

Von den 691 verwertbaren Beiträgen entfallen (Mehrfachbeteiligungen waren möglich):

448 auf Anregungen zu den 29 Lärmbrennpunkten und
597auf eigene Hinweise (zu anderen Lärmproblemen in der Stadt).

Die Auswertung der Fragebögen zu den Straßenabschnitten der 29 Lärmbrennpunkte ergibt folgendes Bild. Von den insgesamt 448 Rückmeldungen entfielen auf:

Kölner Landstraße (Nord):34Worringer Straße: 14
Bilker Allee:32Glashüttenstraße: 13
Torfbruchstraße:29Hüttenstraße:
13
Merowinger Straße: 24Klein Eller: 13
Ackerstraße:22Derendorfer Straße: 12
Klever Straße:22Herzogstraße 11
Eller Straße: 20Schloßstraße: 11
Duisburger Straße: 19Erkrather Straße: 10
Lichtstraße:19Stoffeler Straße: 10
Erkrather-/Reisholzer Straße: 15Jülicher Straße: 9
Kölner Landstraße (südlich der Bahn):15Mintropstraße: 7
Fürstenwall: 14Moltkestraße: 7
Flurstraße:14Rather Kreuzweg: 6
Kölner Straße (nördlich der Bahn):14Markenstraße: 5
Kölner Straße (südlich der Bahn):14

Die detaillierte Auswertung der Rückmeldungen zu den Lärmbrennpunkten sind in diesem Bericht zu finden.

Die von der Verwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen wurden weitgehend angenommen, wobei:

  • Rasengleise einen Zuspruch von 82 % erhielten,
  • Straßenraumgestaltung von 80 % und
  • lärmarme Fahrbahnbeläge einen Zuspruch von 76 %

bekamen.

Die Verhinderung von Parken in zweiter Reihe, die Anlage von Rad­fahr­streifen und die Einrichtung von Tempo 30 nachts wurden in einigen Straßenabschnitten gefordert, bei anderen dagegen abgelehnt. Der Einbau von Schallschutzfenstern fand zwar mehrheitlich Zuspruch, wurde aber offensichtlich von vielen Teilnehmern nicht als ausreichende Problemlösung angesehen.

Grafik Anzahl von Hinweisen zur Lärmaktionsplanung II in Düsseldorf
Grafik Anzahl von Hinweisen zur Lärmaktionsplanung II in Düsseldorf

Bei den eigenen Hinweisen wurde die Frage, um welche Lärmwirkung es sich handelt, wie folgt beantwortet: (Mehrfachnennungen waren möglich)

Mitwirkung am Lärmaktionsplan Düsseldorf II- von woher kamen die Hinweise?
Mitwirkung am Lärmaktionsplan Düsseldorf II- von woher kamen die Hinweise?

Die Beteiligung erstreckte sich räumlich verteilt über das ganze Stadtgebiet mit einigen räumlichen Schwerpunkten. Drei Personen haben aus dem Düsseldorfer Umland teilgenommen. Die Orte, zu denen Rückmeldungen gegeben wurden, sind in der Karte (PDF-Datei 8,1 MB) dargestellt. Erkennbar ist, dass sich die Beteiligung zum einen auf die Straßenabschnitte der Lärmbrennpunkte konzentriert (die ja besonders aufgerufen waren), zum anderen auf Orte, wo Bürgerinitiativen besonders aktiv sind.

Zum Teil werden aber auch neue Problemschwerpunkte benannt:

  • Brunnenstraße sowie Uhland-/Humboldtstraße (wegen Straßenbahn),
  • Münchener Straße (Siedlung Am Scheitenwege, Otto-Hahn-Siedlung) und
  • Rheinallee zwischen Rheinalleetunnel und Kniebrücke.

Die Fragen "Wieso ist meine Straße kein Lärmbrennpunkt?" und "Warum werden bei mir keine Maßnahmen vorgesehen?" war in den Begleitinformationen auf den Internetseiten erläutert worden. Neben den 29 neuen Lärmbrennpunkten waren im ersten LAP bereits etwa 20 Straßenabschnitte behandelt worden, u.a. die Corneliusstraße, Ludenberger Straße, der innerstädtische Lastring aber auch die A 46 in Wersten und Flehe.

Bei den eigenen Hinweisen wurden folgende Missstände besonders häufig genannt:

  • Stichwort Straßenverkehr: "rasende" Autos, besonders aufgerüstete Fahrzeuge, die bewusst mit hohem Geräuschpegel bewegt werden, Lkw-Durchgangsverkehr, Busse.
    Sehr häufig werden verstärkte Überwachung durch Polizei und Ordnungsdienst eingefordert.
  • Stichwort Straßenbahnen: ungewöhnlich laute Rollgeräusche durch schlecht gewartete Bahnen und Gleise, Kurvenquietschen, Körperschall und Erschütterungen, Verkehrszunah­me durch die Wehrhahnlinie.
  • Eisenbahnverkehr: (Personen-)Züge mit hoher Geschwindigkeiten in Angermund, nächtlicher Güterverkehr auf der Strecke Rath-Eller.

Etwa 22 % der Teilnehmer beklagen Mehrfachbelastungen durch verschiedene Verkehrsquellen. Dabei werden meist Kombinationen von Straßen- und Straßenbahnverkehr genannt. 3 % haben drei Lärmquellen benannt, es liegt somit ein Gesamtlärmproblem vor.

Auffällig ist zudem der Befund, dass sich nicht wenige Bürgerinnen und Bürger an einem neuen Wohnstandort Belastungen durch Umgebungslärm ausgesetzt sehen. So bezieht sich die Teilnahme aus den Bereichen Ökotop Heerdt und Am Scheitenwege mehrheitlich auf Standorte, an denen erst in den letzten Jahren Neubauwohnungen entstanden sind. Das lässt sich auch an anderen Stellen im Stadtgebiet aufzeigen. Dies weist darauf hin, dass dem Aspekt der Lärmvorsorge im Rahmen der Stadtplanung und der Genehmigung von Wohnungen noch mehr Beachtung geschenkt werden sollte.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung hat wertvolle Rückmeldungen zur Lärmbelastung der Düssel­dorfer Bevölkerung aufgezeigt, die über die Lärmaktionsplanung hinaus Hinweise auf Handlungsbedarf signalisieren. Allen Rückmeldungen zum Lärmaktionsplan wird nachgegangen. Sie werden an die betreffenden Stellen weitergeleitet und von dort bearbeitet.

Der Lärmaktionsplan II – weitere Informationen

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