Bei den eigenen Hinweisen wurden folgende Missstände besonders häufig genannt:
- Stichwort Straßenverkehr: "rasende" Autos, besonders aufgerüstete Fahrzeuge, die bewusst mit hohem Geräuschpegel bewegt werden, Lkw-Durchgangsverkehr, Busse.
Sehr häufig werden verstärkte Überwachung durch Polizei und Ordnungsdienst eingefordert. - Stichwort Straßenbahnen: ungewöhnlich laute Rollgeräusche durch schlecht gewartete Bahnen und Gleise, Kurvenquietschen, Körperschall und Erschütterungen, Verkehrszunahme durch die Wehrhahnlinie.
- Eisenbahnverkehr: (Personen-)Züge mit hoher Geschwindigkeiten in Angermund, nächtlicher Güterverkehr auf der Strecke Rath-Eller.
Etwa 22 % der Teilnehmer beklagen Mehrfachbelastungen durch verschiedene Verkehrsquellen. Dabei werden meist Kombinationen von Straßen- und Straßenbahnverkehr genannt. 3 % haben drei Lärmquellen benannt, es liegt somit ein Gesamtlärmproblem vor.
Auffällig ist zudem der Befund, dass sich nicht wenige Bürgerinnen und Bürger an einem neuen Wohnstandort Belastungen durch Umgebungslärm ausgesetzt sehen. So bezieht sich die Teilnahme aus den Bereichen Ökotop Heerdt und Am Scheitenwege mehrheitlich auf Standorte, an denen erst in den letzten Jahren Neubauwohnungen entstanden sind. Das lässt sich auch an anderen Stellen im Stadtgebiet aufzeigen. Dies weist darauf hin, dass dem Aspekt der Lärmvorsorge im Rahmen der Stadtplanung und der Genehmigung von Wohnungen noch mehr Beachtung geschenkt werden sollte.
Die Öffentlichkeitsbeteiligung hat wertvolle Rückmeldungen zur Lärmbelastung der Düsseldorfer Bevölkerung aufgezeigt, die über die Lärmaktionsplanung hinaus Hinweise auf Handlungsbedarf signalisieren. Allen Rückmeldungen zum Lärmaktionsplan wird nachgegangen. Sie werden an die betreffenden Stellen weitergeleitet und von dort bearbeitet.
Der Lärmaktionsplan II – weitere Informationen