Nach etwa vier Jahren der Entwicklung hat die Stadt Düsseldorf ein Zero-Waste-Konzept vorgestellt. Ziel ist es, den Verbrauch von Rohstoffen und die Abfallmengen in der Stadt weiter zu reduzieren. Der Begriff „Zero Waste“ bedeutet dabei „keine Verschwendung“. Kürzlich stimmte der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen dem Entwurf zu.
Das mehr als 100 Seiten umfassende Konzept beschreibt insgesamt 22 Maßnahmen, die die Abfallvermeidung verbessern und die Erfassung von Wertstoffen in Düsseldorf vorantreiben sollen. Für die kurzfristige Umsetzung sind vier Maßnahmen vorgesehen. Diese umfassen den Ausbau der Lebensmittelrettung, den Einsatz von Wertstoffmobilen sowie eine öffentlichkeitswirksame Kampagne, die die Abfallströme transparenter machen soll. Zudem spielt der Einsatz smarter Technologien eine Rolle, beispielsweise durch KI-gestützte Bilderkennungssysteme für Müllfahrzeuge oder Füllstandsmessungen bei öffentlichen Containern. Für drei dieser Projekte sollen noch detaillierte Konzepte entwickelt werden.
Es wurde von Seiten der Politik betont, dass mit dem Konzept ein Grundgerüst gebaut sei, es aber jetzt wichtig wäre, "ins Machen" zu kommen. Man hoffe durch das Konzept einen bedeutenden Beitrag zu Abfallvermeidung, Klimaschutz und Sauberkeit in Düsseldorf beitragen zu können. Deshalb wurde die Verwaltung auch beauftragt, perspektivisch alle 22 Maßnahmen des Zero-Waste-Konzeptes umzusetzen. Die Verwaltung solle außerdem jährlich Bericht erstatten – unter anderem über den Fortschritt bei der Umsetzung, die Priorisierung der Maßnahmen und den Zeitplan.
2021 hatte der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, ein Zero-Waste-Konzept zu entwickeln. Bei der Erstellung wurden auch die Bürgerinnen und Bürger eingebunden, unter anderem durch drei Workshops im Jahr 2023. Das vorliegende Konzept versteht sich als erster Schritt in einem kontinuierlichen Prozess. Es soll regelmäßig aktualisiert und an neue Gegebenheiten angepasst werden, wobei eine Fortschreibung bis 2026 geplant ist.