Gestaltung & Beteiligung – So entstand die Nachbarschaftszone

Gestaltung & Beteiligung – So entstand die Nachbarschaftszone

Vorplatz und Straße als Begegnungsraum: Die Mehrzahl der Arbeitsgruppen wünschte sich die Straße rund um die Kirche als Ort der Begegnung und Wohlfühlplatz © Planersocietät 2025

Wie entstand der Plan für die Nachbarschaftszone am Paulusplatz?

Der wichtigste Schritt bei der Planung der Nachbarschaftszone war der Gestaltungsworkshop, der am 8. Februar 2025 in der Paulusschule stattfand. Daran teilgenommen haben mehr als 50 Anwohnerinnen und Anwohner.

Bei dem Workshop erstellten die Teilnehmenden Pläne, wie sie sich die Nachbarschaftszone am Paulusplatz vorstellen. Das wichtigste Ergebnis: Der Paulusplatz soll weniger ein Ort für Autos und mehr ein Ort für zu Fuß Gehende und Fahrradfahrende sein. Daraufhin hat die Stadt Düsseldorf entschieden: Das Viertel rund um den Paulusplatz soll für die Zeit der Nachbarschaftszone ein verkehrsberuhigter Bereich werden – ein Ort, an dem die Aufenthaltsqualität überwiegt.

Für einen Zeitraum von sechs Monaten kann jedoch der Straßenraum nicht komplett umgebaut werden. Um dennoch einen verkehrsberuhigten Bereich zu schaffen, bei dem alle Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt sind, musste eine andere Lösung her. Und die entstand aus dem Gestaltungsworkshop.

Vorplatz und Straße als Begegnungsraum: Die Mehrzahl der Arbeitsgruppen wünschte sich die Straße rund um die Kirche als Ort der Begegnung und Wohlfühlplatz © Planersocietät 2025

Im Gestaltungsworkshop sahen die Arbeitsgruppen den Platz vor der Kirche, aber auch die Straße davor als Platz der Begegnung, als Wohlfühloase und Aufenthaltsmöglichkeit – verbunden mit dem vielfachen Wunsch, diesen farblich oder künstlerisch zu gestalten. Damit war eine Lösung entstanden, die keine baulichen Veränderungen erforderte: Farbliche Bodenmarkierungen als Mittel, um die gesamte Straße als Raum zu begreifen, in dem alle gleichberechtigt sind.

Für die Verkehrsberuhigung in den angrenzenden Straßen hatten die Teilnehmenden großzügige Verschwenkungen auf der Fahrbahn, Bodenwellen und Blumenkästen vorgeschlagen. Um eine zeitlich befristete Lösung herzustellen, wurde die Idee der farblichen Gestaltung auch hier aufgegriffen.

In einem Umlaufverfahren wurden zahlreiche Akteure und Abteilungen der Stadtverwaltung Düsseldorf an der Erarbeitung des Plans beteiligt – von der Verkehrsüberwachung über die Feuerwehr bis hin zur Abteilung „Gestaltung des öffentlichen Raums“. Nach Zustimmung aller Beteiligten wurde der Plan im März 2025 von der Politik beschlossen.