Fit in Oberbilk
Fit in Oberbilk
Projekt
Das Projekt Fit in Oberbilk basiert auf den positiven Erfahrungen aus dem Projekt Fit in Grünau, das 2021 bis 2023 durch das Krankenkassenbündnis NRW nach § 20a SGB V gefördert wurde und seitdem von der Landeshauptstadt Düsseldorf finanziert wird. Es setzte zur Gesundheitsförderung und Prävention sowohl auf individueller Ebene der Adressat*innen als auch auf Ebene der Fachkräfte, und darüber hinaus der Ämter- und Trägerebene an. Zentral war dabei eine enge und kontinuierliche Kommunikation zwischen den einzelnen Ebenen, die den fachlichen Austausch förderte und eine abgestimmte, wirkungsvolle Umsetzung der Maßnahmen ermöglichte.
Stadtteil
Oberbilk ist ein vielschichtiger Stadtteil mit verschieden geprägten Quartieren, von denen die Mehrheit einen hohen sozialen und gesundheitlichen Handlungsbedarf aufweisen. In diesen Quartieren ist beispielsweise der Anteil von Kindern in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Armutsindikator) im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt überdurchschnittlich hoch. Auch weist der Stadtteil vergleichsweise eine höhere Lärmbelastung und einen geringeren Grünflächenanteil auf.
Ziel
Ziel von Fit in Oberbilk war es, vorhandene gesundheits- und chancenfördernde Ansätze für Oberbilker Kinder, Jugendliche und Familien zu betrachten (Bestandsanalyse), diese mit den Wünschen (Bedürfnisanalyse) der jungen Oberbilker*innen und ihrer Familien abzugleichen und gemeinsam mit ihnen, den Fachkräften in Oberbilk sowie unter Einbezug statistischer Daten und Studien spezifische Bedarfe herauszuarbeiten (Bedarfsanalyse). Vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2025 wurden diese Analyseschritte durchgeführt. Die Projektsteuerung oblag dem Team der Jugendhilfe- und Sozialplanung im Amt für Soziales und Jugend. Das Deutsche Diabeteszentrum (DDZ) war mit der konkreten Analyse in Oberbilk beauftragt. Erste Erkenntnisse wurden dabei möglichst sofort umgesetzt, zahlreiche zentrale Handlungsempfehlungen und Maßnahmen für die Zeit ab 2026 wurden erarbeitet. Diese gilt es in den kommenden Jahren zu realisieren. Eine gute Vernetzungsstruktur im Stadtteil ist dafür essenziell.
Eine ämterübergreifende Lenkungsrunde flankierte den bisherigen Prozess und sorgte somit zusätzlich für eine Verbindung vorhandener Ansätze. Sie wird auch 2026 die sozialraumbezogenen Handlungsansätze in Oberbilk, Hassels-Nord sowie in der Grünau begleiten.