Die Zukunftspreisträger 2025
Fachexpert*innen für die Zukunftspreis-Jury 2025
Fachberatung für die Jury
Vier ausgewiesene Fachleute zum Thema Biodiversität beraten die Kleine Kommission für nachhaltige Entwicklung, die als Jury über die Finalist*innen für den Zukunftspreis Düsseldorf entscheidet.
Mit Prof. Dr. Boris Braun (Geographisches Institut der Universität zu Köln), Elke Löpke (ehem. Leitung Biologische Station Haus Bürgel), Dr. Jochen Reiter (Direktor Aquazoo Düsseldorf) und Alina Weidemann (Jugendrat Düsseldorf) bildet die Expert*innenauswahl die Vielfalt des Themenkomplexes Artenvielfalt ab.
Prof. Dr. Boris Braun
Professor für Wirtschaftsgeographie und Umweltwandel an der Universität zu Köln
Boris Braun ist Professor für Wirtschaftsgeographie und Umweltwandel an der Universität zu Köln. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Aspekte der regionalen und globalen Wirtschaftsentwicklung, die Gestaltung nachhaltiger Wertschöpfungsketten sowie die Anpassung an Naturrisiken und den Klimawandel, insbesondere im Globalen Süden, aber auch in Europa. Seit vielen Jahren arbeitet er zu Naturschutzprojekten im Raum Düsseldorf-Köln und war in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Haus Bürgel an der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung zur Renaturierung am Alten Rhein in der Urdenbacher Kämpe beteiligt.
Prof. Dr. Boris Braun zur Tragweite des Erhalts von Biodiversität:
„In Zeiten des Klimawandels und des sechsten weltweiten Massenaussterbens sind Schutz und Erhalt der Biodiversität von herausragender Bedeutung. Dies gilt nicht nur auf globaler, sondern auch und vor allem auf der lokalen Ebene. Deshalb ist das Schwerpunktthema des diesjährigen Zukunftspreises ausgezeichnet gewählt.“
Elke Löpke
Diplom-Biologin und ehemalige Geschäftsführerin Biologische Station Haus Bürgel
Als Diplom-Biologin und langjährige Leiterin der Biologischen Station Haus Bürgel an der Urdenbacher Kämpe, war das Thema Biodiversität ein Hauptanliegen von Elke Löpkes Arbeit. Bei der Biologischen Station engagierte sie sich für den Erhalt und die Entwicklung der Natur in Düsseldorf und dem Kreis Mettmann. Wichtige Voraussetzung für den Schutz der Biodiversität sind nach Löpkes Erfahrung Flächen, die im Sinne der Arten- und Lebensraumvielfalt entwickelt werden können und überzeugte Akteur*innen. Nach dem Motto „Jeder Meter zählt“ bieten Balkon, Garten, Firmengelände, öffentliche Flächen sowie Land-, Forstwirtschaft großes Entwicklungspotenzial.
Elke Löpke zur Bedeutung des Zukunftspreises:
„Ich begrüße das Engagement der Stadt Düsseldorf den Zukunftspreis zu vergeben, um die ‚zarte Pflanze der Biodiversität' in die Mitte der Gesellschaft wachsen zu lassen.“
Dr. Jochen Reiter
Direktor des Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf
Seine Promotion führte den Biologen Dr. Jochen Reiter jahrelang an einen der größten Biodiversitäts-Hotspots auf unserem Planeten, die Philippinen. Neben der Evolution ist gerade die Biodiversität Kernthema in der Vermittlungsarbeit der städtischen Kulturinstitution Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf, dessen Direktor er seit Februar 2016 ist. Die Gäste werden in der Ausstellung des Doppelinstituts aus Zoo/Aquarium und Naturkundemuseum für die Belange des Natur-, Arten- und Umweltschutzes nachhaltig sensibilisiert. Die jährlich mehr als 900 Bildungsveranstaltungen stehen dabei im Zeichen von BNE und der UN-Nachhaltigkeitsziele.
Dr. Jochen Reiter über die Verantwortung jeder und jedes Einzelnen:
„Jeder kann und muss seinen Beitrag leisten zu einer liebens- und lebenswerten Welt, egal wie groß oder klein dieser sein mag.“
Alina Weidemann
Jugendrat Düsseldorf
Alina Weidemann ist seit 2019 Mitglied des Jugendrats der Stadt Düsseldorf und vertritt den Stadtbezirk 9. In ihrer Funktion setzt sie sich insbesondere für Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, digitale Teilhabe sowie die Stärkung der politischen Mitbestimmung von Jugendlichen in Düsseldorf ein. Der Jugendrat Düsseldorf besteht aus Jugendlichen im Alter von 11 bis 21 Jahren und vertritt ihre Interessen in der Stadtpolitik. Der Rat entwickelt eigene Projekte, organisiert Veranstaltungen und bringt die Perspektiven junger Menschen in politische Entscheidungen ein. So fördert er die Beteiligung Jugendlicher an der Gestaltung Düsseldorfs und stärkt ihre Stimme in der Gesellschaft.
Alina Weidemann über die Einbeziehung junger Perspektiven:
„Der Schutz der Biodiversität ist eine zentrale Zukunftsaufgabe, die langfristige Perspektiven und vielfältige Sichtweisen erfordert. Junge Menschen bringen neue Impulse und Anliegen ein – unsere Beteiligung ist entscheidend, wenn es um nachhaltige Lösungen geht.“