Ergebnisse der Konferenz 2023

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Ergebnisse der Konferenz 2023

Die Beigeordnete Cornelia Zuschke machte in ihrer Begrüßungsrede deutlich, welch wichtigen Beitrag die Quartiere und insbesondere die engagierten Akteurinnen und Akteure in der integrierten Quartiersentwicklung Düsseldorfs einnehmen. Sie betonte, dass die qualitätsvolle Arbeit in den jeweiligen Stadtquartieren ohne das große Engagement vor Ort nicht denkbar wäre. 

Als vertiefter Einstieg in das Thema wurden zwei Impulsvorträge gehalten. Marion Kamp-Murböck, Stadtplanerin mit jahrelanger Erfahrung in der Quartiersentwicklung, gab einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Quartiersentwicklung und eine Einschätzung zu den heutigen Herausforderungen und Chancen. Claudia Wußmann stellte im Anschluss die Maßnahmen und Ansätze der Rheinwohnungsbau in Düsseldorf vor. 

Anschließend diskutierten die Teilnehmenden in Kleingruppen, so genannten „Sessions“, zu bestimmten Aspekten der Quartiersentwicklung.

Sessions

Session - Kultur für Alle

In der Session „Kultur für Alle“ wurde die Frage diskutiert, wie Kultur stärker in die Quartiere gebracht werden kann. Folgende Handlungsansätze wurden diskutiert:

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  • Kultur muss auch verstärkt in den Quartieren stattfinden
  • Kultur bietet – bei Einbeziehen der Menschen vor Ort – einen Integrationsansatz
  • Wichtig ist eine zielgruppenspezifische Ansprache und Ausrichtung der Angebote – neben finanziellen Aspekten auch die Erreichbarkeit/Mobilitätsfragen mitdenken
  • Kinder und Jugendliche über eine spielerische Herangehensweise und „selber machen“ an Kultur heranführen ­­­­– Schulen und KiTas mit einbeziehen
  • Kulturmittler*innen einsetzen, Stadtteilzentren mit einbeziehen
  • Kulturentwicklungsplan stärker berücksichtigen    

Session - Schön Grün hier

Zum Thema „Schön grün hier!“ und der Frage, wie man schnell und unkompliziert gemeinsam die Aufenthaltsqualität im Quartier verbessern kann, wurde Folgendes festgehalten:

  • Aufenthaltsflächen sollen Allen dienen
  • Wichtig sind Netzwerke, um Projekte zu realisieren und später zu unterhalten
  • Nachbarschaften bilden, um das eigene Umfeld zu gestalten oder zu erhalten
  • Ehrenamt ausbauen und stärken (materiell und organisatorisch)
  • Wohnungseigentümer*innen über die Vorteile eines attraktiven Umfeldes informieren und beteiligen
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Session - Besser als man denkt

In der Session „Besser als man denkt“ stand die Frage im Vordergrund, wie sich Akteur*innen vernetzen und Imagepflege betreiben können. Folgende Handlungsansätze wurden festgehalten:

  • Leute machen Image: Gemeinsam Probleme ehrlich benennen und in Stärken umwandeln
  • Weiter vernetzen und nach innen und außen
  • Bewusstsein schaffen für eine positivere Außen-/ Binnenwahrnehmung

 

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Session - Ich will Teil sein

„Ich will Teil sein“ stellte in den Vordergrund, wie eine Beziehung zwischen Nutzer*innen und ihrem (Lebens)Raum hergestellt werden kann.

  • Quartiere in der Wahrnehmung der Bewohner*innen sind kleiner als z. B. Handlungsräume der IQE oder statistische Abgrenzungen (meist nur ein paar Straßenzüge)
  • Vertrauen aufbauen, um Bindung zu schaffen
  • Motivierung der Bewohner*innen über thematische, zielgruppenspezifische Angebote (z. B. regelmäßig stattfindender muslimischer Frauenabend)
  • Forderung nach übergeordneter, gesamtstädtisch ausgerichteter Stelle, die ähnlich einem Quartiersmanagement sehr gut über die Quartiere informiert ist
  • Verantwortlichkeiten/Ansprechpartner*innen für Quartiere/Handlungsräume besser kommunizieren

 

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Session - Mein Engagement im Quartier

Die Session „Mein Engagement im Quartier“ befasste sich damit, wie Potenzial für Ehrenamt ermittelt und gefördert werden kann. Hier wurden folgende Vorschläge gemacht:

  • „Geben und Nehmen“ – Vorteile des Ehrenamts sichtbarer machen – Empowerment
  • Kinder und Jugendliche früh mit einbeziehen; späteres Engagement fällt dann leichter
  • Auch Bewohner*innen der Altersgruppe 55+ sind eine große Chance für das Quartier (noch fit und mehr Zeit)
  • Zusammenarbeit zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen wichtig, um Vereinnahmung /Institutionalisierung von ehrenamtlicher Arbeit zu verhindern
  • Im Stadtteil werden Austauschorte benötigt, so können Aktionen leichter geplant werden

 

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