Klimawandel untersuchen

Halsbandsittiche, Düsseldorfs grüne Papageien

Klimawandel untersuchen

Die Landeshauptstadt Düsseldorf befasst sich bereits seit langem mit der Analyse und Bewertung der klimatischen Situation im Stadtgebiet. Hierzu dient die Klimaanalyse von 1995, die mit den Klimaanalysen 2012 und 2020 fortgeschrieben und deutlich erweitert wurde. Darüber hinaus werden klimabedingte Veränderungen durch zwei stadteigene Wetterstationen, eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes am Flughafen, einen phänologischen Garten und ein Klimafolgenmonitoring zur Beobachtung ausgewählter, klimasensitiver Tier- und Pflanzenarten erfasst.

Das jährliche Klimafolgenmonitoring von Organismen in Düsseldorf

Feuchtwiesen-Kräutereule - Lacanobia splendens (Hübner, 1808)
Die Feuchtwiesen-Kräutereule wurde beim Artenmonitoring 2025 erstmals rechtsrheinisch gefunden, und zwar gleich zweimal: auf einer Feuchtwiese bei Haan und in Düsseldorf. Die Biotope lassen vermuten, dass sich die Art dort auch entwickelt haben könnte.

Das jährliche Klimafolgenmonitoring von Organismen in Düsseldorf

In der Landeshauptstadt Düsseldorf wird zur Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Tier- und Pflanzenwelt ein Klimafolgenmonitoring durchgeführt. Um jährliche und jahreszeitliche Einflüsse von Witterungsschwankungen herauszufiltern und von tatsächlichen Einflüssen des Klimawandels zu unterscheiden, sind langfristige und regelmäßige Untersuchungen notwendig, so dass eine langjährige Laufzeit des Projektes vorgesehen ist. In jährlich zu wiederholenden Untersuchungen dienen Flechten, Farn- und Blütenpflanzen, Heuschrecken, Libellen, Schmetterlinge, Stechmücken und Vögel als Monitoringorganismen für die Folgen klimatischer Veränderungen.

Die Auswahl der Untersuchungsflächen wurde so getroffen, dass sowohl wärmegetönte Gebiete der Rheinebene als auch kühlere Gebiete des Hügellandes berücksichtigt sind. Die Flächen sind, abgesehen von Klimaeinflüssen, möglichst wenigen weiteren Veränderungen wie zum Beispiel Nutzungsänderungen oder Sukzessionsprozessen unterworfen. Bei Flechten sowie Farn- und Blütenpflanzen werden die Untersuchungen seit 2008 durchgeführt, für die verschiedenen Tiergruppen war 2009 das erste Jahr der regelmäßigen Untersuchungen, bis auf die Stechmücken, die erst 2018 hinzukamen. Für alle sieben Organismengruppen werden jährliche Geländeerhebungen durchgeführt und ausgewertet sowie bereits vorhandene Daten verglichen und interpretiert.

Der aktuelle Monitoringbericht von 2025 ist über diesen Link erhältlich: https://www.ulfschmitz.de/Klimafolgenmonitoring_Duesseldorf_2025_Gesamtgutachten.pdf

Ältere Monitoringberichte und weitere Informationen hält die Website des Koordinators, Dr. Ulf Schmitz, bereit: www.ulfschmitz.de 

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