Hansaallee/Böhlerstraße – Luegplatz
Länge: 3,6 Kilometer
Baustart: Juni 2025
Der erste Abschnitt der West-Ost-Radleitroute 2 verläuft von der Stadtgrenze zu Meerbusch, vom Areal Böhler in Lörick über die Hansaallee, den Belsenplatz und die Luegallee bis zum Luegplatz kurz vor der Oberkasseler Brücke.
Auf der Böhlerstraße wird der Radverkehr bei Tempo 30 im Mischverkehr geführt, da die Verkehrsbelastung gering ist und der Platz für separate Radwege fehlt.
Ab der Kreuzung Hansaallee/Löricker Straße bis zur Ria-Thiele-Straße entstehen beidseitig rund 2,50 m breite, überwiegend baulich getrennte Radfahrstreifen (Protected Bike Lanes), um die Sicherheit zu erhöhen. Kreuzungen werden fahrradfreundlich gestaltet, beim barrierefreien Umbau der Haltestelle Prinzenallee wird der Radverkehr berücksichtigt. Durch die neue Radinfrastruktur entlang der Hansaallee entfallen bis zum Belsenplatz rund 240 Stellplätze. Es stehen jedoch ausreichend Kompensationsstellplätze zur Verfügung unter anderem rund 200 Stellplätze im Parkhaus des Wohngebietes "Vierzig 549", die dauerhaft gemietet oder zu Feierabendparken-Konditionen über Nacht genutzt werden können. Nähere Informationen zu den Tarifen unter: https://www.parkhaus-heerdt.de/#tarife.
Demnächst werden zudem voraussichtlich noch weitere Stellplätze, darunter 35 auf dem Vodafone-Besucherparkplatz, hinzukommen. Eine umfassende Parkraumerhebung hat darüber hinaus aber auch gezeigt, dass grundsätzlich ausreichend private Park- und Tiefgaragenplätze im Gebiet entlang der Radleitroute 2 zur Verfügung stehen.
Lieferzonen und weitere Projekte
Für den Lieferverkehr werden – wie auf der Luegallee erfolgreich erprobt – gekennzeichnete Ladezonen eingerichtet, die außerhalb der Lieferzeiten auch als reguläre Parkplätze genutzt werden können. Der Belsenplatz selbst wird im Rahmen des barrierefreien Ausbaus der Haltestellen umgestaltet. Aktuelle Umbauten vor Ort beschränken sich deshalb auf das Notwendigste. Der Abschnitt Luegallee bis Luegplatz ist bereits fertiggestellt. Dort muss nur noch der bisherige Radweg im Seitenraum zurückgebaut werden. Die geplante Fertigstellung des Abschnittes ist noch in diesem Jahr geplant.
Luegplatz/Oberkasseler Brücke, Maximilian-Weyhe-Allee, Jägerhofstraße, Jakobistraße
Länge: 2,1 Kilometer
Baustart: in Planung
Der folgende Abschnitt der Radleitroute 2 im Stadtbezirk 1 erstreckt sich über rund zwei Kilometer vom Luegplatz über die Oberkasseler Brücke bis zur ausgebauten Hofgartenrampe. Durch deren Ausbau sowie den der Oederallee wurde bereits die Verbindung in die Innenstadt deutlich verbessert.
Zudem entstanden Anbindungen an den Rheinradweg und die Nord-Süd-Radleitroute 1. So entsteht ein zentraler Knotenpunkt für den Radverkehr in Düsseldorf.
Am Ratinger Tor wird der Radverkehr in die Maximilian-Weyhe-Allee geführt und verläuft weiter über die Jägerhofstraße bis zur Jacobistraße. Von dort geht es weiter über die neue Fahrradstraße Am Wehrhahn bis zur Cantadorstraße. Der Abschnitt zwischen Ratinger Tor und Jacobistraße wird aufgrund der komplexen Verkehrssituation im Rahmen eines gesonderten Gutachtens vertieft untersucht und bildet den letzten Bauabschnitt der Radleitroute.
Cantadorstraße – Dieselstraße/Hellweg
Länge: 3,0 Kilometer
Baustart: in Planung
Die Radleitroute 2 führt von der Fahrradstraße Am Wehrhahn weiter über die Grafenberger Allee in Richtung Osten bis zur Dieselstraße.
Am Wehrhahn wird der Radverkehr auf die Fahrbahn geführt. Dies erfolgt vorerst testweise, um die Leistungsfähigkeit an dieser Stelle zu prüfen. Hier wird außerdem eine temporäre Ladezone eingerichtet. Bis zur Mendelssohnstraße sind durchgängige Radfahrstreifen von 2,50 bis 3,00 Metern Breite mit zusätzlichem Abstand zum Kfz-Verkehr zur Erhöhung der Sicherheit geplant.
Ab der Beethovenstraße wird der Radverkehr weiterhin im Seitenraum geführt. Durch den Ausbau entsteht optisch eine durchgehende Radverkehrsanlage, die durch rote Farbgebung und taktile Noppenstreifen barrierefrei vom Gehweg getrennt ist.
In der Cranachstraße werden die Radverkehrsanlagen als Ergebnis eines Prüfauftrags des OVAs auf den Fahrbahnen beidseitig verbreitert und so der Verlust von Stellplätzen minimiert. Die Maßnahme beinhaltet neben den Radverkehrsanlagen auch barrierefreie Querungen, taktile Leitsysteme sowie farblich abgesetzte Radwege zur besseren Sichtbarkeit und Trennung vom Gehweg.
Auf dem Hellweg erfüllt der bestehende Radweg im Seitenraum bereits die Anforderungen der Radleitroute. Dort endet der dritte Abschnitt auf Höhe der Dieselstraße.
Dieselstraße/Hellweg – Neusser Tor, Gerresheim
Länge: 2,9 Kilometer
Baustart: in Planung
Der östlichste Abschnitt der Radleitroute 2 beginnt am Hellweg, Höhe Dieselstraße, und erstreckt sich zunächst bis zur Einmündung von Flinger Broich und Siedlerweg, wofür der gesamte Straßenquerschnitt bis dorthin umgestaltet wird. Dabei wird der Radverkehr künftig in Richtung Gerresheim auf einer Protected Bike Lane und in Richtung Flingern auf einem 2,50 Meter breiten Radweg geführt. Durch die Neuordnung des Straßenraums profitiert nicht nur der Radverkehr: So werden die Gehwege in ausreichender Breite und getrennt vom Radverkehr angelegt. Es entstehen zudem neue Pkw-Stellplätze und einige Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Auch Querungshilfen für mehr Sicherheit der Fußgänger sowie die Neupflanzung von rund 45 Bäumen sind geplant.
Im weiteren Verlauf führt die Radleitroute dann über die Dreherstraße, wo der Radverkehr überwiegend getrennt vom Fußverkehr auf bis zu 2,75 Meter breiten Radfahrstreifen unterwegs ist, die teils als Protected Bike Lane ausgebaut werden. Ab der Kreuzung Auf der Gemarke/Wiebachweg verläuft der Radverkehr im Seitenraum. Zwischen Berthastraße und Hallesche Straße wurde der Radweg auf der südlichen Fahrbahnseite bereits neu angelegt. Auf der nördlichen Seite wird der Seitenraum neu geordnet und zwischen Rad- und Fußverkehr aufgeteilt. Der Radverkehr wird in diesem Abschnitt ebenfalls im Seitenraum geführt. Weiter in Richtung Gerresheim kreuzt die Radleitroute die Torfbruchstraße, deren Umbau nicht Teil dieses Projektes ist. Bergauf verläuft der Radverkehr auf 2 Meter breiten Radwegen. Ab der Schönaustraße bis zum Neusser Tor erfordern die bestehenden, zu schmalen Radwege eine grundlegende Umgestaltung zur Schaffung regelkonformer Radverkehrsanlagen.