Radleitroute West-Ost

Visualisierung von Hansaallee mit neuer Protected Bike Lane.
Hansaallee mit Protected Bike Lane © Visualisierung IPM/Spiekermann

Radleitroute West-Ost

Lörick – Oberkassel – Stadtmitte – Flingern - Gerresheim

Baustart: 1. Quartal 2025

Der Stadtrat beschloss am 23. Juni 2022 die Planungsarbeiten für die zweite West-Ost-Radleitroute. Die rund 12 Kilometer lange Strecke führt von der westlichen Stadtgrenze in Lörick bis zum Neusser Tor in Gerresheim quer durch Düsseldorf. Ziel ist eine schnelle, sichere und komfortable Verbindung für den Radverkehr. Dafür werden Kreuzungen und Knotenpunkte optimiert sowie getrennte Radwege und Strecken mit erkennbarem Vorrang für Radfahrende geschaffen. Bereits ausgebaute Abschnitte wie die Luegallee und die Fahrradstraße am Wehrhahn sind Teil der Route.

Kosten & Finanzierung

Die geschätzten Kosten für das Projekt beliefen sich in der Planungsphase auf rund 20 Millionen Euro. Für die Umsetzung bemüht sich die Landeshauptstadt Düsseldorf um Fördermittel und hat entsprechende Anträge gestellt.

Für den Abschnitt zwischen dem Areal Böhler in Lörick und dem Luegplatz erhält die Stadt eine Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), die von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellt wird.

Darüber hinaus erhält die Landeshauptstadt Düsseldorf für den Abschnitt zwischen der Cantadorstraße in Stadtmitte und der Dieselstraße in Flingern Nord eine Zuwendung aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).

Auch für die weiteren Abschnitte ist die Stadt bestrebt, zusätzliche Fördermittel zu akquirieren.

Die Umsetzungsplanung

Die Umsetzungsplanung

Zur effizienten baulichen Umsetzung der gesamten Trasse wurde die Radleitroute 2 in vier Teilabschnitte unterteilt.

Hansaallee/Böhlerstraße – Luegplatz

Länge: 3,6 Kilometer

Baustart: Juni 2025

Der erste Abschnitt der West-Ost-Radleitroute 2 verläuft von der Stadtgrenze zu Meerbusch, vom Areal Böhler in Lörick über die Hansaallee, den Belsenplatz und die Luegallee bis zum Luegplatz kurz vor der Oberkasseler Brücke.

Auf der Böhlerstraße wird der Radverkehr bei Tempo 30 im Mischverkehr geführt, da die Verkehrsbelastung gering ist und der Platz für separate Radwege fehlt.

Ab der Kreuzung Hansaallee/Löricker Straße bis zur Ria-Thiele-Straße wurden beidseitig rund 2,50 m breite, überwiegend baulich getrennte Radfahrstreifen (Protected Bike Lanes) eingerichtet, um die Sicherheit zu erhöhen. Auch die Kreuzungen entlang der Hanseallee wurden fahrradfreundlich gestaltet. Beim barrierefreien Umbau der Haltestelle Prinzenallee wird der Radverkehr ebenfalls berücksichtigt. Hier laufen noch Arbeiten Dritte.

Durch die neue Radinfrastruktur entlang der Hansaallee sind bis zum Belsenplatz rund 240 Stellplätze entfallen. Es stehen jedoch ausreichend Kompensationsstellplätze zur Verfügung unter anderem rund 200 Stellplätze im Parkhaus des Wohngebietes "Vierzig 549", die dauerhaft gemietet oder zu Feierabendparken-Konditionen über Nacht genutzt werden können. Nähere Informationen zu den Tarifen unter: www.parkhaus-heerdt.de/#tarife.
Darüber hinaus gibt es entlang der Hanseallee  weitere Stellplätze im Rahmen des Feierabend-Parken, darunter 35 auf dem Vodafone-Besucherparkplatz sowie Stellplätze auf dem Parkplatz des Comenius Gymnasiums. Weitere Informationen zum Angebot unter: www.cmd.nrw/feierabend-parken.

Eine umfassende Parkraumerhebung hat darüber hinaus im Vorfeld gezeigt, dass grundsätzlich ausreichend viele private Park- und Tiefgaragenplätze im Gebiet entlang der Radleitroute 2 zur Verfügung stehen.

Lieferzonen und weitere Projekte
Für den Lieferverkehr wurden – wie auf der Luegallee erfolgreich erprobt – gekennzeichnete Ladezonen eingerichtet, die außerhalb der Lieferzeiten auch als reguläre Parkplätze genutzt werden können. Der Belsenplatz selbst wird im Rahmen des barrierefreien Ausbaus der Haltestellen umgestaltet. Aktuelle Umbauten vor Ort beschränken sich deshalb auf das Notwendigste. Der Abschnitt Luegallee bis Luegplatz ist, bis auf wenige Restarbeitenbereits fertiggestellt. Die geplante Fertigstellung des Abschnittes ist in diesem Sommer geplant.

Hansaallee mit Radfahrstreifen markierter Lieferzone © Visualisierung IPM/Spiekermann
Hansaallee mit Radfahrstreifen markierter Lieferzone © Visualisierung IPM/Spiekermann

Luegplatz/Oberkasseler Brücke, Maximilian-Weyhe-Allee, Jägerhofstraße, Jakobistraße

Länge: 2,1 Kilometer

Baustart: in Planung

Der folgende Abschnitt der Radleitroute 2 im Stadtbezirk 1 erstreckt sich über rund zwei Kilometer vom Luegplatz über die Oberkasseler Brücke bis zur ausgebauten Hofgartenrampe. Durch deren Ausbau sowie den der Oederallee wurde bereits die Verbindung in die Innenstadt deutlich verbessert. Zudem entstanden Anbindungen an den Rheinradweg und die Nord-Süd-Radleitroute 1. So entsteht ein zentraler Knotenpunkt für den Radverkehr in Düsseldorf.

Am Ratinger Tor sieht die Planung vor, den Radverkehr in die Maximilian-Weyhe-Allee und weiter über die Jägerhofstraße bis zur Jacobistraße zu führen. Von dort geht es weiter über die neue Fahrradstraße Am Wehrhahn bis zur Cantadorstraße. Der Abschnitt zwischen Ratinger Tor und Jacobistraße wird aufgrund der komplexen Verkehrssituation im Rahmen eines gesonderten Gutachtens vertieft untersucht und bildet den letzten Bauabschnitt der Radleitroute.

Der zentrale Abschnitt ist nun ebenfalls vom Umleitungskonzept der Theodor-Heuss-Brücke betroffen, das aktuell erstellt wird. Abhängig hiervon kann die Planung dieses Abschnittes erst zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden

Foto von Piktogramm auf der Fahrbahn am Eingang der Fahrradstraße Am Wehrhahn
Fahrradstraße Am Wehrhahn

Cantadorstraße – Dieselstraße/Hellweg

Länge: 3,0 Kilometer

Baustart: in Planung

Die Radleitroute 2 führt auf diesem Abschnitt von der Fahrradstraße Am Wehrhahn weiter über die Grafenberger Allee in Richtung Osten bis zur Dieselstraße.

Am Wehrhahn wird der Radverkehr auf die Fahrbahn geführt. Dies erfolgt vorerst testweise, um die Leistungsfähigkeit an dieser Stelle zu prüfen. Hier wird außerdem eine temporäre Ladezone eingerichtet. Bis zur Mendelssohnstraße sind durchgängige Radfahrstreifen von 2,50 bis 3,00 Metern Breite mit zusätzlichem Abstand zum Kfz-Verkehr zur Erhöhung der Sicherheit geplant. 

Ab der Beethovenstraße wird der Radverkehr weiterhin im Seitenraum geführt. Durch den Ausbau entsteht optisch eine durchgehende Radverkehrsanlage, die durch rote Farbgebung und taktile Noppenstreifen barrierefrei vom Gehweg getrennt ist.

In der Cranachstraße werden die Radverkehrsanlagen als Ergebnis eines Prüfauftrags des OVAs auf den Fahrbahnen beidseitig verbreitert und so der Verlust von Stellplätzen minimiert. Die Maßnahme beinhaltet neben den Radverkehrsanlagen auch barrierefreie Querungen, taktile Leitsysteme sowie farblich abgesetzte Radwege zur besseren Sichtbarkeit und Trennung vom Gehweg. 

Auf dem Hellweg erfüllt der bestehende Radweg im Seitenraum bereits die Anforderungen der Radleitroute. Dort endet der dritte Abschnitt auf Höhe der Dieselstraße.

Die politischen Beschlüsse zur Umsetzung und Finanzierung liegen vor. Die Ausführungsplanung wird derzeit finalisiert und die Vergabe vorbereitet. Der Baubeginn ist abschnittsweise ab dem dritten Quartal 2026 vorgesehen, abhängig unter anderem von der Planung und Umsetzung von Lichtsignalanlagen.

Radweg entlang der Cranachstraße © Visualisierung IPM/Spiekermann
Radweg entlang der Cranachstraße © Visualisierung IPM/Spiekermann

Dieselstraße/Hellweg – Neusser Tor, Gerresheim

Länge: 2,9 Kilometer

Baustart: in Planung

Für die östlichen Abschnitte in Richtung Gerresheim befinden sich die Planungen noch in früheren Phasen. Hier stehen insbesondere weitere politische Beschlüsse, die Klärung der Finanzierung sowie die Fertigstellung der Entwurfs- und Ausführungsplanungen aus. Teilweise wurden Planungen aufgrund gestiegener Kosten vorübergehend gestoppt und werden derzeit überprüft.

Verlauf der West-Ost Radleitroute 2